Cover zu A echte Biene geht ned unter
Wienerlied mit Schrammeln, halb gesungen, halb geschimpft

A echte Biene geht ned unter

Ein Wienerlied vom Balkon – Schrammeln, Grant und Stadtimkerei

KI-Musik3:35 · Album: Zum Schmunzeln · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/a-echte-biene-geht-ned-unter

Der Bub hat am Balkon ein Bienenvolk aufgestellt. Der Vater kommt von der Hackn heim, hört es summen und stellt ein Ultimatum – „entweder de Bienen – oder i. Oba ned olle zwei!“

Dann eskaliert es ordentlich. Am Montag sticht ihn eine ins Ohrwaschl, am Dienstag schreit der Hausmeister, am Mittwoch steht die Hausverwaltung mit einem Formular da. Und genau an diesem Formular kippt das Lied – aus Grant wird Trotz, und aus Trotz etwas, das man nur Würde nennen kann.

Der gesprochene Mittelteil ist das Herzstück. „I hob mei Lebn lang g'mocht, wos ma andere ang'schafft hab'n. Jetzt sitz'n do fünfzigtausend Viecher am Balkon, de mochen, wos s' woll'n – und es kummt Honig raus. Bei Ihnen kummt nur Papier raus.“

Zuletzt wird es still und die Geige spielt allein. Der Bub bringt ein Glasl Lindenhonig von der Allee vorm Haus, der Vater streicht es auf eine Semmel und sagt nichts weiter als „Bua … nächst's Joahr stell' ma zwa auf.“ Der Refrain dreht sich dabei von „wos is des für a G'summ“ zu „des is unser G'summ“.

Vorspiel – Schrammeln, gemütlich, dann knallt eine Tür gesprochen, grantig

Heast! Wos is'n des do am Balkon?!

halb gesungen, halb geschimpft

Do kumm i ham von da Hackn, miad und hungrig wia a Hund,
und am Balkon steht a Kistn – und de summt, a ganze Stund'!
Da Bua sogt: „Papa, des san Bienen, des is Stadtimkerei!“
I sog: „Bua, entweder de Bienen – oder i. Oba ned olle zwei!“

Refrain – gesungen, mit Schrammeln

Heast, heast, wos is des für a G'summ,
des geht ma ums G'nack und ums Hirn umadum!
Heast, heast, i wü mei Ruah –
und de Viecher summan dazua!

immer grantiger

Am Montag sticht mi oane – grad ins Ohrwaschl, auweh!
Am Dienstag schreit da Hausmasta, dass er des ned vasteh';
am Mittwoch kummt de Hausverwaltung mit an Formular –
und i sog: „Jetzt bleib'n s' grad erst recht! Jetzt erst recht, na kloar!“

gesprochen – stur, mit wachsender Würde

Wissen S', Herr Verwalter:
I hob mei Lebn lang g'mocht, wos ma andere ang'schafft hab'n.
Jetzt sitz'n do fünfzigtausend Viecher am Balkon,
de mochen, wos s' woll'n –
und es kummt Honig raus.
Bei Ihnen kummt nur Papier raus.
Oiso: Servas.

Refrain

Heast, heast, wos is des für a G'summ,
des geht ma ums G'nack und ums Hirn umadum!
Heast, heast, i wü mei Ruah –
und de Viecher summan dazua!

plötzlich weich – die Geige allein

Und im Juli kummt da Bua mit an Glasl, goldn und kloar,
mit an Lindnhonig von da Allee, de vorm Haus scho ewig woar;
i streich ma's auf a Semmel, und i sog jetzt nix mehr drauf –
nur: „Bua … nächst's Joahr stell' ma zwa auf.“

Refrain – warm, alle Schrammeln

Heast, heast, des is unser G'summ,
des geht ma ins Herz und ums Hirn umadum;
heast, heast, i hob mei Ruah –
und de Bienen summan dazua.

gesprochen, leise, gerührt

A echte Biene geht ned unter.

Pause

Und a echter Wiener a ned.

Schrammeln, Schlussakkord

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Stadtimkerei
Bienenhaltung mitten in der Stadt, auf Dächern, in Höfen und eben auf Balkonen. Stadtvölkern geht es oft besser als Landvölkern – es blüht vom Frühjahr bis in den Herbst, die Sorten wechseln ständig und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft fehlen.
Lindenhonig
Die Linde steht in Wien in ganzen Alleen und ist die wichtigste Stadttracht überhaupt. Ihr Honig ist kräftig, leicht minzig im Abgang und oft das Erste, was ein Stadtvolk liefert.
Fünfzigtausend
So stark wird ein Volk im Hochsommer. Fast alle davon sind weiblich – die Drohnen machen nur wenige Prozent aus und sammeln nichts.
Die Flugrichtung
Der wichtigste Trick am Balkon. Stellt man eine Wand oder ein dichtes Spalier vor das Flugloch, steigen die Bienen sofort über Kopfhöhe auf und sind für die Nachbarschaft kaum zu bemerken. Die meisten Beschwerden erledigen sich damit von selbst.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„A echte Biene geht ned unter“ von Herbert Vitzthum, frei nach der Fernsehserie Ein echter Wiener geht nicht unter – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum, frei nach der Fernsehserie Ein echter Wiener geht nicht unter (ORF, 1975–1979) und ihrem Edmund „Mundl“ Sackbauer
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Wienerlied mit Schrammeln, halb gesungen, halb geschimpft
Bild: KI-generiert