Cover zu Abendlied der Bienen
Abendlied für Kinderchor, Blockflöte und Hammerklavier

Abendlied der Bienen

Nach dem Abendlied von Matthias Claudius

KI-Musik2:30 · Album: Für die Kleinen · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

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Manche Gedichte erkennt man nicht am Wort, sondern am Tonfall. Matthias Claudius hat 1779 sein Abendlied geschrieben, elf Jahre später hat Johann Abraham Peter Schulz die Melodie dazu gemacht, und seither singt man es überall – sieben Zeilenpaare, immer zwei klingende Reime und eine kurze Zeile hinterher.

Genau diese Form wird hier übernommen, Silbe für Silbe. Aus „Der Mond ist aufgegangen“ wird „Die Sonne ist gegangen“, und statt des weißen Nebels auf den Wiesen hängen die letzten Bienen müde am Flugbrett.

Die zweite Strophe schaut in den dunklen Stock, wo trotzdem jede weiß, wo sie hingehört, und wo die Großen auf den Kleinen liegen und sie wärmen. Die dritte zieht daraus die Lehre, und sie ist bei Claudius genauso angelegt – „So wollen wir es halten: die Jungen mit den Alten, in Freude und in Not.“

Dass am Schluss ein Hammerklavier steht und nicht ein moderner Flügel, passt zur Entstehungszeit des Vorbilds.

Kinderchor, einstimmig

Die Sonne ist gegangen,
die letzten Bienen hangen
am Flugbrett, müd und still;
sie bringen heim, was blühte,
den Duft der Lindenblüte –
nicht mehr, als Gott es will.

Im Stock ist's warm und dunkel,
kein Mond und kein Gefunkel,
und doch weiß jede, wo;
die Kleinen in den Wiegen,
die Großen, die drauf liegen
und wärmen sie, gar froh.

Zwischenspiel – Blockflöte zweistimmig

So wollen wir es halten:
die Jungen mit den Alten,
in Freude und in Not,
und teilen, was wir haben,
wie Bienen ihre Gaben,
wie unser täglich Brot.

leise und langsamer

Nun schlaft, ihr Bienen, leise,
und wir nach eurer Weise,
bis früh die Sonne lacht;
und morgen fliegt ihr wieder
zu Klee und Lind' und Flieder –
Gott gebe gute Nacht.

Hammerklavier, der letzte Akkord verklingt

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Das Flugbrett
Das Brett vor dem Flugloch, auf dem die heimkehrenden Bienen landen. Am Abend sitzen dort oft noch einige, die es gerade noch geschafft haben – genau das Bild der ersten Strophe.
Alles im Dunkeln
Im Stock ist es stockfinster, und trotzdem findet jede Biene ihren Platz. Sie orientiert sich am Geruch, am Tasten der Fühler und an den Erschütterungen der Waben – Licht braucht sie dafür nicht.
Auf der Brut
Bienen setzen sich mit der Brust auf verdeckelte Brutzellen und geben Wärme ab, die sie mit den Flugmuskeln erzeugen. „Die Großen, die drauf liegen und wärmen sie“ beschreibt das genau.
Klee, Linde und Flieder
Klee und Linde zählen zu den ergiebigsten Trachtpflanzen überhaupt. Der Flieder ist der Schwächste im Bunde – seine Blütenröhren sind für den Bienenrüssel recht tief, er gibt weniger her, als sein Duft vermuten lässt.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Abendlied der Bienen“ von Herbert Vitzthum, frei nach Matthias Claudius – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum, frei nach Matthias Claudius (1740–1815), Abendlied, vertont von Johann Abraham Peter Schulz (1747–1800)
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Abendlied für Kinderchor, Blockflöte und Hammerklavier
Bild: KI-generiert