Die Sonne ist gegangen,
die letzten Bienen hangen
am Flugbrett, müd und still;
sie bringen heim, was blühte,
den Duft der Lindenblüte –
nicht mehr, als Gott es will.
Im Stock ist's warm und dunkel,
kein Mond und kein Gefunkel,
und doch weiß jede, wo;
die Kleinen in den Wiegen,
die Großen, die drauf liegen
und wärmen sie, gar froh.
So wollen wir es halten:
die Jungen mit den Alten,
in Freude und in Not,
und teilen, was wir haben,
wie Bienen ihre Gaben,
wie unser täglich Brot.
Nun schlaft, ihr Bienen, leise,
und wir nach eurer Weise,
bis früh die Sonne lacht;
und morgen fliegt ihr wieder
zu Klee und Lind' und Flieder –
Gott gebe gute Nacht.