Die Wiener Polka schnell ist eine Gattung mit Hang zum Spaß. Die Familie Strauss hat Stücke geschrieben, in denen ein Amboss geschlagen wird, ein Gewitter losbricht oder ein Kuckuck ruft – und beim Neujahrskonzert werden sie bis heute mit allem gespielt, was Lärm macht.
Diese Polka reiht sich dort ein und hält sich genau an die Form: Introduktion, Polka, ein ruhigeres Trio, die Polka noch einmal da capo, dann die Coda. Nur summt und zirpt es diesmal von Anfang an – Streichertremolo statt Melodie, Pikkolo-Triller darüber, und das Orchester ruft „Hopp!“ und „Summ!“ dazwischen.
In der Coda bricht dann der Schwarm aus. Die Instrumente wirbeln durcheinander, jemand ruft „Ein Schwarm!“, jemand „Wo?“, jemand „Hilfe!“ – Generalpause – und der Dirigent sagt nur noch „Au!“. Beckenschlag, das Orchester lacht.
Zur Ehrenrettung des Schwarms sei gesagt, dass er in Wirklichkeit niemanden sticht. Warum, steht unten.
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„Bienenschwarm-Polka“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0