Cover zu Da Irrsee-Bienenboarische
Swingender Boarischer für Blasmusik, mit Gstanzln und Jodler

Da Irrsee-Bienenboarische

Ein Boarischer vom Irrsee, mit Gstanzln, Paschen und Jodler

KI-Musik3:22 · Album: Imkerlieder aus dem Salzkammergut · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/da-irrsee-bienenboarische

Ein Boarischer ist kein Lied zum Zuhören, sondern zum Tanzen, und dieser hier nimmt sich die Form ganz ernst – Teil A instrumental, dazwischen die Gstanzln, ein Jodler über den Bläsern, ein Teil B, der nach Swing und Blues abbiegt, und am Ende die Reprise, bei der alle tanzen. Die Musikanten übernehmen dabei die Rollen im Bienenvolk.

Das ist der Witz des Stücks und zugleich erstaunlich treffend. Die beiden Flügelhörner summen in Terzen „wia zwoa Impn um a Bluah“, die Posaune ist der Imker, der alles wieder zur Ruhe bringt – und der Tubist ist der Drohn, der bloß so dahinbrummt. „Oba ohne eam, sogt da Voda, hätt' de gånze Musi koan Sinn!“ Über Drohnen wird in der Imkerei gern gespottet, nur fehlt ohne sie die nächste Königinnengeneration.

Der Ort ist genau benannt. Die Sonne geht hinterm Kolomansberg unter, geblasen wird vom Boot aus, bis der Mond über dem Wasser steht, und die Bienen vom Nachbarn trinken ihr Wasser direkt aus dem See. Dass sie das wirklich tun, ist kein dichterischer Einfall – Wasser gehört zum täglichen Bedarf eines Volkes, besonders im Sommer.

Vorspiel – zwei Flügelhörner in Terzen, Posaune, Tuba, swingender Boarischer Teil A – instrumental, die Flügelhörner summen die Melodie Sänger 1

Am Irrsee auf d'Nacht, wann d'Sunn hinterm Kolomansberg geht,
dann blås' ma vom Bootl, bis da Mond übers Wassa steht.

Sänger 2

Und d'Impn vom Nachbarn trinkan ihr Wassa direkt aus'm See –
des is da Wärmste weit und breit, sog'n s'. Drum tuat's eana ned weh.

Paschen – Klatschen, die Tuba hält den Grundschlag Sänger 3, schmunzelnd

Da Tubist is bei uns da Drohn, der brummt halt so dahin –
oba ohne eam, sogt da Voda, hätt' de gånze Musi koan Sinn!

Sänger 4

De Flügelhörner summan wia zwoa Impn um a Bluah,
und d'Posaun' is da Imker – de bringt's wieder zur Ruah.

Jodler – mehrstimmig, über den Bläsern

Hol-di-ri-di-a-ho, hol-di-ri-di-o,
hol-di-ri-di-a-ho-o-o!

Teil B – Swing und Blues, die Bläser grooven, Posaunensolo Refrain – alle singen

Tånz'n und singa, summa und blås'n –
am Irrsee is's schee, des derfst da ned påss'n!
Tånz'n und singa, summa und blås'n –
am Irrsee is's schee, des derfst da ned påss'n!

Teil A – Reprise, Boarischer, alle tanzen Schluss – Flügelhörner in Terzen, Tuba-Schlusston, Applaus

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Impn
Das Dialektwort für die Bienen, verwandt mit der alten Form „Imme“. Daraus kommt auch das Wort Imker – ursprünglich der, der die Immen betreut.
Drohn
Die männliche Biene. Sie sticht nicht, sammelt nicht und fliegt zur Begattung junger Königinnen aus; ihr Flugton ist tiefer und lauter als der der Arbeiterinnen. Ohne Drohnen gibt es keine begatteten Königinnen und damit keine neuen Völker – der Vater im Gstanzl hat also recht.
Wasser
Ein Volk braucht im Sommer täglich Wasser, um Futter zu verdünnen und bei Hitze den Stock zu kühlen. Die Sammlerinnen fliegen dafür an flache, warme Ufer, wo sie sicher landen können – ein See vor der Haustür ist für Bienen ein Vorteil.
Summton
Der Vergleich mit den Flügelhörnern stimmt sogar in der Tonhöhe. Der Flügelschlag einer Biene erzeugt einen Ton um die zweihundert Schwingungen in der Sekunde, also etwa im Bereich eines tiefen G oder A – gut singbar und tatsächlich in der Lage der Flügelhörner.
Bluah
Die Blüte und damit die Tracht, von der ein Volk lebt. Am Irrsee sind das die Feuchtwiesen und Moorränder rund um den See, die oft bis in den Spätsommer blühen, wenn andernorts längst nichts mehr geht.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Da Irrsee-Bienenboarische“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Swingender Boarischer für Blasmusik, mit Gstanzln und Jodler
Bild: KI-generiert