Zu eng! Zu eng! Die Waben voll,
die Brut gedrängt, kein Platz, kein Raum!
Wir Jungen stehn und haben nichts zu tun –
und ihren Duft, den riechen wir kaum.
Baut Näpfchen! Baut Wiegen! Baut Zellen zum Thron!
Hier soll eine Neue entstehn!
Die Alte soll fasten, die Alte soll laufen –
sie muss bald fliegen. Sie muss bald gehn.
Ihr hungert mich aus, ihr Töchter, ihr Kinder,
ihr treibt mich von Wabe zu Wabe herum;
ich habe euch alle geboren, gelegt, getragen –
und jetzt seid ihr gegen mich. Warum?
Nicht gegen dich, Mutter. Mit dir!
Wir gehen mit dir, die Hälfte des Volks!
Das Haus bleibt der Tochter – die Welt wird dir!
Füllt die Blasen! Honig für drei Tage!
Hinaus! Hinaus! Die Zelle ist zu!
Die Sonne steht hoch, die Luft ist warm –
jetzt oder nie! Hinaus mit dir und mir und du!
So steig' ich auf, in der brausenden Wolke,
zehntausend Flügel tragen mich fort;
ich bin nicht verstoßen – ich bin befreit!
Ich bin die Mutter von zwei Völkern – das ist mein Wort!
Da hängt sie, die Traube, am Apfelbaum,
so still, so friedlich, so schwer;
die Spurbienen tanzen, sie suchen ein Haus –
und ich bin nur Gast. Ich staune. Nicht mehr.
Tüüt! Tüüt! Tüüt!
Ich bin geschlüpft! Ich bin die Erste!
Wer wagt es, mir den Thron zu nehmen?
Quak! Quak! Quak!
Wir sind noch da! Wir warten noch!
Dann kommt heraus, ihr Schwestern, und kämpft –
oder bleibt drin für immer, im Wachs!
Ein Stock, eine Königin – so will es das Gesetz,
so will es die Natur. So will es das Volk. So will es das.
Wir wählen! Wir hüten! Wir halten die Zellen!
Bleibt eine – oder zieht noch ein