Cover zu Der Schwarm am Sonntag
Western-Parodie mit Männerchor, Mundharmonika und Pfeifen

Der Schwarm am Sonntag

Eine Western-Ballade über Schweinsbraten, Leiter und zehntausend Bienen

KI-Musik4:42 · Album: Zum Schmunzeln · veröffentlicht am 9. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/der-schwarm-am-sonntag

Der Schwarm hält sich nicht an den Sonntag, und genau darauf baut dieses Lied. Zwölf Uhr Mittag, der Schweinsbraten steht am Tisch, die Oma spricht das Tischgebet – und dann läutet das Telefon. „Bei dir hängt was im Baum? … Wie groß? … So groß wie ein Fußball? … Und es brummt? … Ich komm.“ Von da an ist es ein Western.

Dass die ganze Familie ausrückt, ist weniger Übertreibung, als man denkt. Für einen Schwarm braucht es Leiter, Kiste, Leintuch und jemanden, der die Leiter hält, und weil ein Schwarm nicht wartet, geht es sofort los. Der Hund rennt mit, „er weiß zwar nicht, warum“.

Im Zentrum steht die Szene, in der der Imker vortritt „wie ein Sheriff in den Raum“ und dem blassen Nachbarn erklärt, dass ein Schwarm friedlich ist. Das stimmt, und das Lied erklärt auch warum – die Bienen haben den Bauch voll Honig und suchen nur ein neues Zuhause. Der Rest ist Handwerk, bis hin zu dem Detail, das kein Lied sonst erzählt: zwei Tage Ruhe im kühlen Keller, bevor der Schwarm in die Beute kommt.

Es war ein Sonntag, zwölf Uhr Mittag, die Sonne brannte heiß,
der Schweinsbraten am Tisch, die Knödel dampften – und der Kraut war weiß;
die Oma sprach das Tischgebet, ich nahm die Gabel in die Hand –
da läutete das Telefon. Und alles war gebannt.

gesprochen, am Telefon

„Ja, hallo? … Ja? … Bei dir hängt was im Baum? …
Wie groß? … So groß wie ein Fußball? … Und es brummt? …
Ich komm.“

Refrain – Männerchor, galoppierend

Yippie-ya-yeah, der Schwarm am Sonntag!
Lass den Braten stehn, wir reiten aus!
Leiter, Kiste, Leintuch auf den Wagen –
und wir holen ihn nach Haus!
Yippie-ya-yeah, Yippie-ya-yo –
die Bienen-Posse reitet los!

Die Frau nimmt Leintuch und den Schleier, der Sohn die lange Leiter,
die Tochter trägt die Schwarmkiste, der Opa ruft: „Weiter, weiter!“
Und selbst der Hund rennt hinterher, er weiß zwar nicht, warum –
doch wenn die ganze Familie rennt, dann rennt er eben mit herum.

langsamer, bedrohlich

Und da hing er, im Kirschbaum vom Nachbarn, schwer und braun,
zehntausend Bienen, still und dicht, ein Klumpen, kaum zu glaub'n;
der Nachbar hinterm Fenster, blass, die Kinder hinterm Zaun –
und ich trat vor, ganz ruhig, wie ein Sheriff in den Raum.

gesprochen, ruhig und heldenhaft

„Keine Sorge, Leute. Ein Schwarm ist friedlich.
Die haben den Bauch voll Honig.
Die wollen nur eins – ein neues Zuhause.“

Refrain

Yippie-ya-yeah, der Schwarm am Sonntag!
Lass den Braten stehn, wir reiten aus!
Leiter, Kiste, Leintuch auf den Wagen –
und wir holen ihn nach Haus!
Yippie-ya-yeah, Yippie-ya-yo –
die Bienen-Posse reitet los!

Showdown – Pfeifen und Mundharmonika, Spannung

Das Leintuch auf den Boden, die Kiste druntergestellt,
ich stieg die Leiter hoch, der Sohn hält fest, die Tochter hält;
ich packte fest den Ast – und gab ihm einen Ruck:
und plumps! Die ganze Traube fiel – mitten in den Schluck!

Und dann am Eingang, hört nur her, da stehn sie, Hintern hoch,
und fächeln mit den Flügeln: „Kommt, hier ist sie, kommt doch noch!“
Die Königin ist drinnen, Leute, das Sterzeln sagt's ganz klar –
der Opa nickt, die Oma lacht, der Nachbar sagt: „Wunderbar!“

ruhiger, Abendstimmung

Wir ließen sie dort stehen, bis die Sonne unterging,
damit auch jede Nachzüglerin noch in die Kiste ging;
dann trug ich sie nach Hause, in den Keller, kühl und still –
zwei Tage Ruh, dann in die Beute. So, wie es der Schwarm will.

Refrain – alle zusammen, fröhlich

Yippie-ya-yeah, der Schwarm am Sonntag!
Und der Braten? Der war kalt!
Doch ein neues Volk im Garten –
das ist mehr wert als jeder Schweinsbraten bald!
Yippie-ya-yeah, Yippie-ya-yo –
die Bienen-Posse kam nach Haus!

Pfeifen, das Hufgetrappel entfernt sich gesprochen – die Oma

„Und nächsten Sonntag gibt's Würstel. Die kann man aufwärmen.“

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Schwarm
Ein Schwarm ist der friedlichste Zustand, in dem man Bienen antrifft. Vor dem Auszug füllen sie ihren Honigmagen, das macht sie satt und stichunlustig, und ein Zuhause, das sie verteidigen müssten, haben sie gerade nicht. Deshalb kann man mit bloßen Händen daneben stehen.
Schwarmzeit
Schwärme ziehen vor allem im Mai und Juni aus, fast immer bei warmem, sonnigem Wetter und meist zwischen zehn und zwei. Der Sonntagmittag im Lied ist also nicht erfunden, sondern genau die wahrscheinlichste Stunde.
Sterzeln
Das ist die Szene am Kisteneingang. Die Bienen strecken den Hinterleib nach oben, öffnen eine Duftdrüse und fächeln mit den Flügeln – so weisen sie den anderen den Weg. Wer das sieht, weiß, dass die Königin drinnen ist, ohne sie suchen zu müssen.
Kellerruhe
Ein frisch gefangener Schwarm kommt für ein bis zwei Tage kühl und dunkel in den Keller. Das beruhigt ihn, er verbraucht seinen mitgebrachten Honig und zieht danach nicht gleich wieder ab, wenn man ihn einlogiert.
Beute
Das imkerliche Wort für den Bienenkasten – nichts mit Jagd zu tun, sondern verwandt mit dem alten Wort für einen ausgehöhlten Baumstamm. Dorthin kommt der Schwarm nach der Kellerruhe.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Der Schwarm am Sonntag“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Western-Parodie mit Männerchor, Mundharmonika und Pfeifen
Bild: KI-generiert