Der Morgen wird hell über Obstbaum und Feld,
die Sammlerin fliegt in die blühende Welt.
Von Blüte zu Blüte, ein goldener Staub,
sie trägt ihn im Pelz durch das Frühlingslaub.
Ein Faden, ganz fein, der uns alle verbindet,
wo Leben beginnt, wo die Biene hinfindet …
Summ, summ – der Kreislauf dreht sich,
von der Blüte zur Frucht, vom Feld in dein Glas.
Summ, summ – und alles bewegt sich,
jede Biene ein Band zwischen dir und dem Gras.
Wir sind ein Teil davon, Tag für Tag –
der summende Kreislauf, der alles trag'.
Der Raps leuchtet gelb, und der Apfelbaum blüht,
die Erdbeere reift, weil die Biene sich müht.
Der Bauer, der erntet, was Flügel gesät,
ein Korb voller Früchte, weil's ohne nicht geht.
Ein Faden, ganz fein, der uns alle verbindet,
wo Leben beginnt, wo die Biene hinfindet …
Im Stock wird aus Nektar ein flüssiges Gold,
mit Enzymen und Kraft, wie's die Natur gewollt.
Die Imkerin schleudert, füllt Glas um Glas,
vom Nachbarn gekauft – da schmeckt man, was war.
Doch wird es still auf Wiese und Hang,
wird die Ernte klein und der Winter lang.
Die Preise steigen, das Feld bleibt leer –
ein Kreislauf reißt, und er fehlt uns sehr.
Drum säe die Blumen am Balkon und im Garten,
lass Gift aus dem Spiel, lass die Wildblumen warten.
Kauf Honig von hier, von der Imkerei nah –
dann bleibt dieser Kreislauf für morgen noch da.
Summ, summ – der Kreislauf dreht sich,
von der Blüte zur Frucht, vom Feld in dein Glas.
Summ, summ – und alles bewegt sich,
jede Biene ein Band zwischen dir und dem Gras.
Wir sind ein Teil davon, Tag für Tag –
der summende Kreislauf, der alles trag'.
Summ … summ … von der Blüte ins Glas.