Cover zu Die Bank am Bienenstand
Leise Ballade für Männerstimme, mit Klavier und gezupfter Gitarre

Die Bank am Bienenstand

Der Hut hängt noch da, und der Platz bleibt frei

KI-Musik3:33 · Album: Lieder für Imker · veröffentlicht am 10. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/die-bank-am-bienenstand

Dieses Lied kommt ohne das Wort aus, um das es geht. Die Bank steht am selben Fleck, im April frisch gestrichen, und der alte Hut, den jemand vergessen hat, ist bis heute nicht weggeräumt worden. Mehr muss nicht gesagt werden.

Erinnert wird an eine einzige Geste: wie der andere eine Wabe halten konnte, „als wäre nichts daran besonders“, während der Jüngere danebenstand und den Atem anhielt. „Schau. Lass dir Zeit.“ Diese zwei Sätze sind alles, was von der Lehre übrig ist, und sie haben gereicht.

Was das Lied so leicht macht, ist der Alltag, der weitergeht. Das kleine Volk hat sich gefangen, die Königin legt wieder gut, der Smoker ist ausgeklopft, die leeren Zargen sind weggetragen. Und immer wieder fällt etwas an, „das ich nur dich noch fragen kann“. Im Schlussrefrain wird sogar gelacht.

Die Bank steht noch am selben Fleck,
ich hab sie im April gestrichen.
Den alten Hut, den du vergessen hast,
hab ich bis heute nicht verräumt.

Du konntest eine Wabe halten,
als wäre nichts daran besonders.
Ich stand daneben, hielt den Atem an.
Du sagtest: „Schau. Lass dir Zeit.“

Refrain

Auf der Bank am Bienenstand
lass ich deinen Platz noch frei.
Und wenn ich dir vom Leben erzähle,
geht der Abend schnell vorbei.
Ich weiß, du gibst mir keine Antwort.
Doch ich sitz hier gern mit dir.

Das kleine Volk hat sich gefangen,
die Königin legt wieder gut.
Du hättest einmal kurz genickt
und dann gesagt: „Das braucht Geduld.“

Ich hab den Smoker ausgeklopft,
die leeren Zargen weggetragen.
Und wieder fällt mir etwas ein,
das ich nur dich noch fragen kann.

Refrain

Auf der Bank am Bienenstand
lass ich deinen Platz noch frei.
Und wenn ich dir vom Leben erzähle,
geht der Abend schnell vorbei.
Ich weiß, du gibst mir keine Antwort.
Doch ich sitz hier gern mit dir.

Zwischenspiel – leises Klavier und gezupfte Gitarre

Manchmal kann ich von dir reden,
manchmal bring ich nichts heraus.
Dann hör ich einfach auf die Bienen
und geh ein bisschen später nach Haus.

Refrain

Auf der Bank am Bienenstand
lass ich deinen Platz noch frei.
Heute hab ich sogar lachen müssen –
dein alter Spruch fiel mir dabei ein.
Ich weiß, du gibst mir keine Antwort.
Doch ich sitz hier gern mit dir.

zum Schluss

Ich streich noch einmal übers Holz.
Morgen komm ich wieder her.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Das Volk hat sich gefangen
Ein Volk kann in Schieflage geraten – durch Verlust der Königin, Krankheit oder einen schlechten Start. Dass die Königin wieder gut legt, heißt, dass geschlossene Brutflächen entstehen und das Volk wächst. Für Imkerinnen und Imker ist das die beste Nachricht, die eine Durchsicht hergeben kann.
Den Smoker ausklopfen
Zum Schluss jeder Arbeit gehört, dass der Smoker geleert und die Glut sicher gelöscht wird. Ein heißer Smoker im Schuppen oder im Auto hat schon Brände verursacht – deshalb wird ausgeklopft, nicht nur zugeklappt.
Eine Wabe halten
Was so leicht aussieht, ist geübt. Die Wabe wird senkrecht und immer über dem Kasten gehalten, mit beiden Händen und ohne Ruck; so fällt nichts herunter, die Bienen bleiben ruhig und die Königin kommt nicht ins Gras. Anfängern zittern dabei die Hände.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Die Bank am Bienenstand“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Leise Ballade für Männerstimme, mit Klavier und gezupfter Gitarre
Bild: KI-generiert