Die Bank steht noch am selben Fleck,
ich hab sie im April gestrichen.
Den alten Hut, den du vergessen hast,
hab ich bis heute nicht verräumt.
Du konntest eine Wabe halten,
als wäre nichts daran besonders.
Ich stand daneben, hielt den Atem an.
Du sagtest: „Schau. Lass dir Zeit.“
Auf der Bank am Bienenstand
lass ich deinen Platz noch frei.
Und wenn ich dir vom Leben erzähle,
geht der Abend schnell vorbei.
Ich weiß, du gibst mir keine Antwort.
Doch ich sitz hier gern mit dir.
Das kleine Volk hat sich gefangen,
die Königin legt wieder gut.
Du hättest einmal kurz genickt
und dann gesagt: „Das braucht Geduld.“
Ich hab den Smoker ausgeklopft,
die leeren Zargen weggetragen.
Und wieder fällt mir etwas ein,
das ich nur dich noch fragen kann.
Auf der Bank am Bienenstand
lass ich deinen Platz noch frei.
Und wenn ich dir vom Leben erzähle,
geht der Abend schnell vorbei.
Ich weiß, du gibst mir keine Antwort.
Doch ich sitz hier gern mit dir.
Manchmal kann ich von dir reden,
manchmal bring ich nichts heraus.
Dann hör ich einfach auf die Bienen
und geh ein bisschen später nach Haus.
Auf der Bank am Bienenstand
lass ich deinen Platz noch frei.
Heute hab ich sogar lachen müssen –
dein alter Spruch fiel mir dabei ein.
Ich weiß, du gibst mir keine Antwort.
Doch ich sitz hier gern mit dir.
Ich streich noch einmal übers Holz.
Morgen komm ich wieder her.