Da hängt ein Nest im hohlen Baum,
voll Honig, süß wie'n goldner Traum!
Wir zünden Feuer unterm Stamm,
dann flieh'n die Bienen allesamt!
Haha! Haha! Den Honig her!
der Dummling – Tenor, hellHalt ein! Lasst ab! Ich bitt' euch sehr!
Lied des Dummling – schlicht, volksliedhaft, nur Streicher und FlöteLasst die Ameis' in dem Hügel,
lasst die Ent' auf ihrem See,
lasst die Biene mit dem Flügel,
tut den Tieren nicht so weh!
Wer die Kleinen nicht verachtet,
wer sie schützt im grünen Wald,
den hat Gott schon lang betrachtet –
und die Hilfe kommt ihm bald.
Du hast mein Haus vor Glut bewahrt,
du stiller, guter Knabe,
drum sei dir dies von mir gesagt:
Mein Flug sei deine Gabe!
Wenn du einst stehst vor schwerer Wahl
und weißt nicht ein noch aus,
dann folge meinem goldnen Strahl –
ich führe dich nach Haus!
Summ – summ – a – ah – a – ah!
Zweite Szene – das Rätsel; halb gesungen, halb gesprochen, Streicher-Tremolo der DummlingDrei Prinzessinnen, schlafend,
gleich wie ein Ei dem andern.
Die Älteste aß Zucker,
die Zweite Sirup –
die Jüngste einen Löffel Honig.
O weh! Wie soll ich's wissen?
Ich weiß es! – Hier!
Finale – Kinderchor und alle, voller Orchesterglanz, HörnerDer Bann ist gebrochen, der Stein wird zu Leben,
das Schloss wacht auf in Glanz und Licht!
Wer Kleinen hat Gnade und Schutz gegeben,
den vergisst der Himmel nicht!
Den vergisst der Himmel nicht!
Und wenn wir abends schlafen gehn,
solln tausend Bienen um uns stehn;
die summen uns ganz sacht und lind
ins Himmelsparadeis, mein Kind.