Cover zu Die lustige Imkerin
Wiener Operette um 1905

Die lustige Imkerin

Zwei Nummern aus einer Wiener Operette – frei nach Franz Lehár

KI-Musik3:56 · Album: Klassik im Bienenhaus · veröffentlicht am 7. Oktober 2026

1905 wurde im Theater an der Wien „Die lustige Witwe“ uraufgeführt – Franz Lehárs Operette eroberte von dort aus die Welt. Zwei ihrer berühmtesten Nummern: das sehnsuchtsvolle Vilja-Lied und der schmissige Weibermarsch.

„Die lustige Imkerin“ nimmt beide beim Wort. Aus der Waldfee Vilja wird eine Biene im Lindenbaum, und die Herren, die am Studium der Weiber verzweifeln, verzweifeln nun an einem ganzen Volk von Damen.

I

Das Bienen-Lied

nach dem Vilja-Lied
Vorspiel – Harfe, sanfte Streicher

Es lebt' eine Biene im Lindenbaum,
ein Imker erschaut' sie wie in einem Traum;
dem Burschen, dem wurde so eigen zu Sinn,
er schaute und schaute zur Lindenblüt' hin.
Und ein nie gekannter Schauer
fasst' den jungen Imkersmann;
sehnsuchtsvoll fing er still zu seufzen an:

Refrain – Frauenchor summt das Echo

Biene, o Biene, du Lindenmägdelein,
lass mich nur einmal dein Imker sein!
Biene, o Biene, was tust du mir an?
Bang fleht ein liebender Imkersmann!

Die Biene, sie summte und flog davon,
zur Linde, zum Klee und zum blühenden Mohn;
sie wusste nicht, dass einer unten stand,
mit klopfendem Herzen, mit Rauch in der Hand.
Und er wartet alle Tage,
jeden Sommer, jedes Jahr –
denn ein Imker bleibt, was er einmal war.

Refrain – leise, mit Chor

Biene, o Biene, du Lindenmägdelein,
lass mich nur einmal dein Imker sein!

II

Der Bienenmarsch

nach dem Weibermarsch
drei Imker und Männerchor, Marsch

Ja, das Studium der Bienen ist schwer,
ja, das Studium der Bienen ist schwer!
Mal sind sie sanft wie ein Lamm,
mal stechen sie dich – zack, bam!
Ja, das Studium der Bienen ist schwer!

Erster Imker – Tenor

Ich hab' gelesen jedes Buch,
ich hab' besucht den ganzen Kurs,
ich kenn' die Weiselzelle gut –
doch was die Biene will? Nicht um ein Haar, nur Mut!

Zweiter Imker – Bariton

Gestern waren sie sanft, ich ging ganz nah,
ich sagte: „Ihr Lieben, schaut, ich bin's!“
Heut' gleiches Wetter, gleiche Zeit –
und fünfzehn Stiche ins Kinn.

Dritter Imker – Bass, tief und würdig

Und alle sind Damen, fünfzigtausend Stück,
und nur ein paar Herren, die tun nichts;
und fragst du, wer im Stock regiert –
die Damen. Und du bist es nicht.

alle, laut, Orchester mit Blech

Ja, das Studium der Bienen ist schwer,
ja, das Studium der Bienen ist schwer!
Mal sind sie sanft wie ein Lamm,
mal stechen sie dich – zack, bam!
Ja, das Studium der Bienen ist schwer –
doch wir lieben sie trotzdem so sehr!

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Weiselzelle
Die Zelle, in der eine neue Königin (Weisel) heranwächst – größer als die übrigen und wie ein Zapfen an der Wabe hängend.
Rauch
Mit dem Smoker gibt die Imkerin oder der Imker etwas Rauch ins Volk – die Bienen werden ruhiger und lassen sich besser bearbeiten.
Fünfzigtausend
Ein starkes Volk zählt im Sommer 40.000 bis 60.000 Bienen – fast alle weiblich.
Die Herren
Die Drohnen, die männlichen Bienen. Sie sammeln nicht, bauen nicht, stechen nicht – ihre einzige Aufgabe ist die Begattung junger Königinnen.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Die lustige Imkerin“ von Herbert Vitzthum, frei nach Franz Lehár – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum, frei nach Franz Lehár (1870–1948), Die lustige Witwe (1905), Libretto Victor Léon und Leo Stein
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Wiener Operette um 1905
Bild: KI-generiert