Wenn früh der Tau die Wiesen kränzt
und Lindenduft die Luft erfüllt,
dann hebt sich leis ein goldner Klang,
der Feld und Hain mit Leben füllt.
Die Biene zieht in stillem Fleiß
von Blüte hin zu Blüte fort –
ein Werk, das keiner Krone gleicht,
gewirkt an jedem Sommerort.
Sei gegrüßt, du kleine Schaffende,
du Hüterin von Land und Zeit!
Wir stehen treu an deinem Stock
in Sommerglut, in Winterleid.
Ein Volk, ein Stock, ein starkes Band –
wir halten dich, du hältst das Land.
Und wer die Beute öffnet still,
mit ruhiger Hand und wachem Sinn,
der weiß: er steht in langer Reih'
und trägt das Wissen weiter hin.
Es reicht von Vater hin zum Kind,
von Meisterin zur jungen Hand,
und wo ein Zweifel wachsen will,
da steht ein ganzer Landverband.
Sei gegrüßt, du kleine Schaffende,
du Hüterin von Land und Zeit!
Wir stehen treu an deinem Stock
in Sommerglut, in Winterleid.
Ein Volk, ein Stock, ein starkes Band –
wir halten dich, du hältst das Land.
Zweihundert Stätten und noch mehr,
achttausend Herzen, ein Gelöbnis:
zu wahren, was uns anvertraut,
zu teilen, was uns wurde Kenntnis.
Die Schule lehrt, das Labor prüft,
der Laden reicht, was Pflege braucht –
und über allem wacht der Bund,
der Bien' und Menschen ist getaucht.
Sei gegrüßt, du kleine Schaffende,
du Hüterin von Land und Zeit!
Wir stehen treu an deinem Stock
in Sommerglut, in Winterleid.
Ein Volk, ein Stock, ein starkes Band –
wir halten dich, du hältst das Land!
Wir halten dich – du hältst das Land.
Schlussakkord des Orchesters