Cover zu Du hältst das Land
Feierliche Chorhymne mit Blechbläsern, Streichern, Pauken und Orgel, Rückung im Schlussrefrain

Du hältst das Land

Eine Chorhymne an die Biene und an die, die für sie einstehen

KI-Musik4:10 · Album: Für den Verband · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/du-haeltst-das-land

Die meisten Hymnen singen von sich selbst. Diese singt jemand anderen an – die Biene. „Sei gegrüßt, du kleine Schaffende, du Hüterin von Land und Zeit“ – der Refrain ist eine Anrede, kein Eigenlob, und er endet mit einem Satz, der beides in eine Waage legt: „Wir halten dich, du hältst das Land.“

Der Weg dorthin führt über drei Strophen. Die erste beginnt im Morgentau und im Lindenduft, mit einer einzelnen Sopranstimme. Die zweite gehört den Männerstimmen und der ruhigen Hand am offenen Stock – und der langen Reihe, in der diese Hand steht, vom Vater zum Kind, von der Meisterin zur jungen Hand. Die dritte nennt dann Zahlen: zweihundert Stätten, achttausend Herzen, dazu die Schule, das Labor, der Laden und der Bund, der über allem wacht.

Zum Schluss rückt die Tonart eine Stufe höher, Pauken und Orgel kommen dazu – und dann bleibt nur noch der Chor ohne Begleitung mit der einen Zeile übrig, auf die das ganze Stück zuläuft.

Sopran, solo

Wenn früh der Tau die Wiesen kränzt
und Lindenduft die Luft erfüllt,
dann hebt sich leis ein goldner Klang,
der Feld und Hain mit Leben füllt.
Die Biene zieht in stillem Fleiß
von Blüte hin zu Blüte fort –
ein Werk, das keiner Krone gleicht,
gewirkt an jedem Sommerort.

Refrain – voller Chor, Blechbläser

Sei gegrüßt, du kleine Schaffende,
du Hüterin von Land und Zeit!
Wir stehen treu an deinem Stock
in Sommerglut, in Winterleid.
Ein Volk, ein Stock, ein starkes Band –
wir halten dich, du hältst das Land.

die Männerstimmen, dann alle

Und wer die Beute öffnet still,
mit ruhiger Hand und wachem Sinn,
der weiß: er steht in langer Reih'
und trägt das Wissen weiter hin.
Es reicht von Vater hin zum Kind,
von Meisterin zur jungen Hand,
und wo ein Zweifel wachsen will,
da steht ein ganzer Landverband.

Refrain

Sei gegrüßt, du kleine Schaffende,
du Hüterin von Land und Zeit!
Wir stehen treu an deinem Stock
in Sommerglut, in Winterleid.
Ein Volk, ein Stock, ein starkes Band –
wir halten dich, du hältst das Land.

Sopran und Alt, die Streicher tragen

Zweihundert Stätten und noch mehr,
achttausend Herzen, ein Gelöbnis:
zu wahren, was uns anvertraut,
zu teilen, was uns wurde Kenntnis.
Die Schule lehrt, das Labor prüft,
der Laden reicht, was Pflege braucht –
und über allem wacht der Bund,
der Bien' und Menschen ist getaucht.

Refrain – alle, Pauken, Orgel, eine Stufe höher

Sei gegrüßt, du kleine Schaffende,
du Hüterin von Land und Zeit!
Wir stehen treu an deinem Stock
in Sommerglut, in Winterleid.
Ein Volk, ein Stock, ein starkes Band –
wir halten dich, du hältst das Land!

der Chor ohne Begleitung

Wir halten dich – du hältst das Land.

Schlussakkord des Orchesters

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Beute
Die Behausung, in der ein Bienenvolk lebt – Kisten aus Holz oder Styropor, in denen die Rähmchen mit den Waben hängen. Mit Jagdbeute hat das Wort nichts zu tun; „die Beute öffnen“ heißt am Volk arbeiten.
Volk
Ein Bienenvolk ist keine Ansammlung von Einzeltieren, sondern eine Einheit – Königin, Arbeiterinnen und Brut leben und sterben gemeinsam. Darum zählt die Imkerei in Völkern und nicht in Bienen.
Linde
Eine der ergiebigsten Trachtpflanzen im Frühsommer. Wenn die Linde honigt, hört man den Baum von weitem summen – daher der „goldne Klang“ in der ersten Strophe.
Labor
Der Landesverband lässt Honig auf Wassergehalt, Zuckerzusammensetzung und Sauberkeit prüfen. Erst dieses Ergebnis macht aus einem Glas Honig ein Glas Honig mit Gütesiegel.
Imkerschule
Die Ausbildungsstätte des Verbandes. Dort lernen Anfänger den ersten Stich und Fortgeschrittene die Königinnenzucht – „die Schule lehrt“ ist also wörtlich zu nehmen.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Du hältst das Land“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Feierliche Chorhymne mit Blechbläsern, Streichern, Pauken und Orgel, Rückung im Schlussrefrain
Bild: KI-generiert