Der Regen läuft die Scheibe runter,
du kommst mit kalten Händen rein.
Ich schieb die Zeitung von der Ecke:
„Komm, setz dich. Lass die Arbeit sein.“
Du holst zwei Tassen aus dem Schrank,
ich schneid das Brot, du machst den Tee.
Und hinten zwischen Salz und Tellern
steht noch ein Glas von unserm See.
Du drehst den Deckel, hältst kurz inne
und lächelst schon, bevor du sprichst.
Mach ein Glas vom Sommer auf,
stell es zwischen dich und mich.
Draußen geht die Welt im Regen,
hier am Tisch ist Platz für dich.
Nimm noch Honig, bleib noch sitzen,
heute haben wir es gut.
Mach ein Glas vom Sommer auf –
ich hör dir zu.
Weißt du noch, der Tag beim Schleudern?
Die Küche klebte bis zur Tür.
Du hast gelacht: „Du mit den Bienen!“
Und bliebst den ganzen Tag bei mir.
Wir haben viel zu spät gegessen,
noch warmes Brot im Stehen geteilt.
Du hast die Gläser zugeschraubt,
und keiner hatte es mehr eilig.
Mach ein Glas vom Sommer auf,
stell es zwischen dich und mich.
Draußen geht die Welt im Regen,
hier am Tisch ist Platz für dich.
Nimm noch Honig, bleib noch sitzen,
heute haben wir es gut.
Mach ein Glas vom Sommer auf –
ich hör dir zu.
Nicht jedes Jahr gibt volle Eimer,
nicht jeder Tag hält, was er verspricht.
Du schiebst dein Brot zu mir herüber:
„Die Hälfte schaff ich selber nicht.“
Mach ein Glas vom Sommer auf,
stell es zwischen dich und mich.
Draußen geht die Welt im Regen,
hier am Tisch ist Platz für dich.
Nimm noch Honig, bleib noch sitzen,
heute haben wir es gut.
Mach ein Glas vom Sommer auf –
ich hör dir zu.
Du, der Tee ist längst schon kalt.
Bleib trotzdem noch.