Cover zu Ein Glas vom Sommer
Ruhiges Lied für Männerstimme, mit Wurlitzer-Piano und weichen Bläsern

Ein Glas vom Sommer

Regen draußen, Tee am Tisch und ein Glas zwischen zwei Menschen

KI-Musik3:33 · Album: Lieder für Imker · veröffentlicht am 10. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/ein-glas-vom-sommer

Das ganze Lied spielt an einem Küchentisch, und es passiert nichts weiter, als dass zwei Menschen beieinander sitzen. Die Zeitung wird zur Seite geschoben, Brot geschnitten, Tee gemacht – und hinten zwischen Salz und Tellern steht noch ein Glas vom Sommer. Wer den Deckel aufdreht, hält kurz inne und lächelt schon, bevor er etwas sagt.

Der zweite Vers erinnert an den Schleudertag, an dem die Küche bis zur Tür klebte. „Du mit den Bienen!“ hat das Gegenüber damals gelacht – und ist trotzdem den ganzen Tag geblieben, hat die Gläser zugeschraubt und spät am Abend im Stehen Brot geteilt. Imkerei kommt hier nur als das vor, was sie im Alltag wirklich ist: Arbeit, bei der jemand mithilft.

Und dann die Bridge, in der das Lied zugibt, dass nicht jedes Jahr etwas hergibt – „nicht jeder Tag hält, was er verspricht“. Die Antwort darauf ist kein Trost, sondern ein hinübergeschobenes Brot: „Die Hälfte schaff ich selber nicht.“

Der Regen läuft die Scheibe runter,
du kommst mit kalten Händen rein.
Ich schieb die Zeitung von der Ecke:
„Komm, setz dich. Lass die Arbeit sein.“

Du holst zwei Tassen aus dem Schrank,
ich schneid das Brot, du machst den Tee.
Und hinten zwischen Salz und Tellern
steht noch ein Glas von unserm See.

Du drehst den Deckel, hältst kurz inne
und lächelst schon, bevor du sprichst.

Refrain

Mach ein Glas vom Sommer auf,
stell es zwischen dich und mich.
Draußen geht die Welt im Regen,
hier am Tisch ist Platz für dich.
Nimm noch Honig, bleib noch sitzen,
heute haben wir es gut.
Mach ein Glas vom Sommer auf –
ich hör dir zu.

Weißt du noch, der Tag beim Schleudern?
Die Küche klebte bis zur Tür.
Du hast gelacht: „Du mit den Bienen!“
Und bliebst den ganzen Tag bei mir.

Wir haben viel zu spät gegessen,
noch warmes Brot im Stehen geteilt.
Du hast die Gläser zugeschraubt,
und keiner hatte es mehr eilig.

Refrain

Mach ein Glas vom Sommer auf,
stell es zwischen dich und mich.
Draußen geht die Welt im Regen,
hier am Tisch ist Platz für dich.
Nimm noch Honig, bleib noch sitzen,
heute haben wir es gut.
Mach ein Glas vom Sommer auf –
ich hör dir zu.

Zwischenspiel – Wurlitzer-Piano, weiche Bläser, ruhiger Groove

Nicht jedes Jahr gibt volle Eimer,
nicht jeder Tag hält, was er verspricht.
Du schiebst dein Brot zu mir herüber:
„Die Hälfte schaff ich selber nicht.“

Refrain

Mach ein Glas vom Sommer auf,
stell es zwischen dich und mich.
Draußen geht die Welt im Regen,
hier am Tisch ist Platz für dich.
Nimm noch Honig, bleib noch sitzen,
heute haben wir es gut.
Mach ein Glas vom Sommer auf –
ich hör dir zu.

zum Schluss

Du, der Tee ist längst schon kalt.
Bleib trotzdem noch.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Ein Glas vom Sommer
Honig ist das einzige Lebensmittel, das man jahrelang aufheben kann, ohne dass es verdirbt – trocken und verschlossen hält er praktisch unbegrenzt. Ein Glas vom letzten Jahr ist deshalb keine Reserve, sondern wirklich ein aufbewahrter Sommer.
Honig im Tee
Dass der Tee kalt geworden ist, macht ihn für Honig erst richtig geeignet. Über vierzig Grad gehen die Enzyme verloren, die den Honig ausmachen; wer ihn in heißen Tee rührt, hat am Ende nur noch Süße. Abkühlen lassen und dann einrühren.
Volle Eimer
Was die Bridge einräumt, ist Alltag. Zwischen einem guten und einem schlechten Jahr liegt leicht das Dreifache, abhängig von Wetter und Blühverlauf – beeinflussen lässt sich daran fast nichts, und jede Imkerei kennt Jahre ohne Ernte.
Der Schleudertag
Die klebende Küche gehört dazu. Geschleudert wird meist an einem Stück, weil der Honig warm und damit dünnflüssig sein muss; am Ende klebt alles, und jede Hilfe beim Zuschrauben und Abfüllen ist mehr wert als zwei Hände voll guter Ratschläge.
Honig vom eigenen Stand
Das „Glas von unserm See“ hat seinen Geschmack vom Standort. Bienen fliegen zwei bis drei Kilometer weit, und was in diesem Umkreis blüht, steht im Glas – deshalb schmeckt der Honig von einem Ufer anders als der vom Hang dahinter.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Ein Glas vom Sommer“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Ruhiges Lied für Männerstimme, mit Wurlitzer-Piano und weichen Bläsern
Bild: KI-generiert