Cover zu Ein leises Summen trägt mich
Stille Ballade

Ein leises Summen trägt mich

Ein Lied für die, die jemanden verloren haben

KI-Musik4:35 · Album: Stille Stunden · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/ein-leises-summen-traegt-mich

Dieses Lied beginnt mit einer Bewegung, die jeder kennt, der jemanden verloren hat – man will etwas erzählen und merkt mitten im Satz, warum es still geblieben ist.

Es geht dann hinaus zum Bienenstand, und dort findet es etwas, das Trauernden selten angeboten wird – einen Ort, an dem nichts gesagt werden muss. Niemand fragt, wie es einem geht. Stattdessen gibt es Handgriffe, die die Hände von selbst noch wissen, und eine Arbeit, die einen braucht. „Hier gibt es etwas, das mich braucht, ich fülle Wasser in die Schale.“

Dass die ersten Bienen mit Pollen heimkehren, ist dabei kein beiläufiges Bild. Pollen wird für die Brut eingetragen – er bedeutet, dass im Stock Junge heranwachsen. Das Leben geht dort weiter, ohne Trost zuzusprechen und ohne etwas zu verlangen. Genau davon handelt das Lied.

Ich will dir noch so viel erzählen,
vom ersten warmen Tag im Jahr.
Dann fällt mir ein, warum es still ist,
wo früher oft dein Lachen war.
Ich nehm den Schleier von dem Haken
und geh hinaus zum Bienenstand.
Die ersten kehren heim mit Pollen.
Ich leg aufs Holz die müde Hand.

Refrain

Bei den Bienen darf ich schweigen,
meine Tränen dürfen sein.
In das leise, warme Summen
lege ich mein Herz hinein.
Ich atme ein. Ich atme aus.
Der Wind geht sanft durch alte Bäume.
Und langsam wird es etwas heller
in einem meiner leeren Räume.

Ich heb die Wabe in die Sonne,
vertraut ist mir der Duft nach Wachs.
Die Hände wissen noch die Wege,
ich tue alles still und sacht.
Hier gibt es etwas, das mich braucht,
ich fülle Wasser in die Schale.
Und bleibe sitzen, schau den Bienen zu,
wie früher schon so viele Male.

Refrain

Bei den Bienen darf ich schweigen,
meine Tränen dürfen sein.
In das leise, warme Summen
lege ich mein Herz hinein.
Ich atme ein. Ich atme aus.
Der Wind geht sanft durch alte Bäume.
Und langsam wird es etwas heller
in einem meiner leeren Räume.

Heut hab ich einen kleinen Jungen
beim ersten Glas voll Honig seh'n.
Er hat gelacht. Ich musste lächeln.
Es war für einen Augenblick schön.
So gern hätt ich's mit dir geteilt.
Ich sag es leise in den Wind.
Dann bleib ich noch ein bisschen sitzen,
dort, wo die Bienen bei mir sind.

Refrain

Bei den Bienen darf ich schweigen,
meine Tränen dürfen sein.
In das leise, warme Summen
lege ich mein Herz hinein.
Ich atme ein. Ich atme aus.
Die letzten Bienen fliegen heim.
Ich schließe langsam meinen Schleier.
Morgen werd ich wieder hier sein.

leise, zum Schluss

Ich lege meine Hand aufs Holz.
Der Abend kommt, die Luft wird kühl.
Du fehlst mir.
Und ich spür noch so viel.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Bienentränke
Ein Volk braucht täglich Wasser, im Sommer erstaunlich viel. Viele Imkerinnen und Imker stellen dafür eine flache Schale mit Steinen oder Moos auf, damit niemand ertrinkt – eine kleine Pflicht, die jeden Tag ansteht.
Pollen
Was die Sammlerinnen als farbige Höschen an den Hinterbeinen heimtragen, ist die Eiweißnahrung für die Brut. Wer Pollen einfliegen sieht, weiß ohne nachzuschauen, dass im Stock Junge heranwachsen.
Der Duft nach Wachs
Eine frisch gezogene Wabe riecht warm und leicht süß. Für viele ist dieser Geruch das Verlässlichste am ganzen Imkern – er ist jedes Jahr derselbe.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Ein leises Summen trägt mich“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Stille Ballade
Bild: KI-generiert