Die Weidenkätzchen silbergrau im Wind,
der Frost verzieht sich endlich aus den Knochen.
Wenn meine Damen wieder munter sind,
wird nicht lamentiert und nicht lang gesprochen.
Der erste Schleier lüftet sich im März,
am Flugloch herrscht der schönste Trubel hier.
Das gelbe Gold geht mitten durch das Herz –
und packt mich wieder mit der reinsten Gier.
Auf dem Ostermarkt, da steh ich wieder vorn,
mit frischem Holz und Deckeln voller Glanz.
Ein neues Jahr wird grad für uns geborn,
ein kleiner Löffel Frühlingsblütentanz!
Ich seh die Leute kosten, seh sie stehn,
ein Lächeln stiehlt sich leise ins Gesicht.
Die Freude, wenn die ersten Gläser gehn –
mehr Lohn fürs ganze Schaffen brauch ich nicht.
Die Finger kleben, doch der Kaffee dampft,
der Nachbarstand bringt Tulpen mit vorbei.
Was man den ganzen Winter durchgekämpft,
ist plötzlich federleicht und einerlei.
Ein Schnack am Tresen, wer den Schnittlauch sät,
wie gut der Honig auf dem Zopfbrot schmeckt.
Und wer den Winter bis hierher versteht,
der spürt, was Leben in der Kiste weckt.
Auf dem Ostermarkt, da steh ich wieder vorn,
mit frischem Holz und Deckeln voller Glanz.
Ein neues Jahr wird grad für uns geborn,
ein kleiner Löffel Frühlingsblütentanz!
Ich seh die Leute kosten, seh sie stehn,
ein Lächeln stiehlt sich leise ins Gesicht.
Die Freude, wenn die ersten Gläser gehn –
mehr Lohn fürs ganze Schaffen brauch ich nicht.
Mmh, probier mal den vom Waldrand …
Süß wie das Leben.
Frühling im Glas.
Einfach Frühling.