Cover zu Für dich lass ich die Bienen warten
Ruhige Schlagerballade

Für dich lass ich die Bienen warten

Ein Tag, an dem der Schleier an der Tür hängen bleibt

KI-Musik3:57 · Album: Schwarmgedanken · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/fuer-dich-lass-ich-die-bienen-warten

Wer Bienen hält, kennt den Satz „nur noch zehn Minuten“ und weiß, dass er selten stimmt. In diesem Lied kennt ihn vor allem die Person, die daneben steht und wartet – und genau sie bekommt hier einen ganzen Tag geschenkt.

Es ist ein Liebeslied, aber eines mit schlechtem Gewissen im Hintergrund. Die Bridge spricht es aus – die langen Honigtage, an denen kaum Zeit bleibt, und das „Nur noch zehn Minuten“, das manchmal einen ganzen Abend meint. Dass daraus kein Vorwurf wird, sondern ein Nachmittag unter dem Apfelbaum, ist das Schöne daran.

Und die Bienen? Die können tatsächlich warten. Ein Volk kommt gut einige Tage ohne Besuch zurecht – nur in der Schwarmzeit nicht. Der Satz im Titel ist also kein Leichtsinn, sondern eine Entscheidung, die man sich meistens leisten kann.

Der Schleier hängt schon an der Tür,
die leeren Kisten neben mir.
Ich wollte grad zum Bienenstand,
da nimmst du lächelnd meine Hand.
Du sagst: „Der Kaffee wird schon kalt.
Und wir zusammen langsam alt.“
Ich lach und leg den Schleier hin.
Du weißt genau, wo ich gern bin.

Refrain

Für dich lass ich die Bienen warten,
für dich bleibt heut der Schleier hier.
Wir gehen barfuß durch den Garten,
und meine Zeit gehört heut dir.
Für dich lass ich die Bienen warten,
der Himmel über uns ist weit.
Wir sitzen unterm Apfelbaum
und haben endlich Zeit zu zweit.

Wir teilen Brot und Honig hier,
du schiebst das größte Stück zu mir.
Ein bisschen klebt an deinem Mund,
ich küss es weg – aus gutem Grund.
Du lachst und rückst ein Stück zu mir,
ein Sonnenfleck liegt neben dir.
Ich hab so viel noch vorgehabt.
Wie gut, dass heut mal gar nichts klappt.

Refrain

Für dich lass ich die Bienen warten,
für dich bleibt heut der Schleier hier.
Wir gehen barfuß durch den Garten,
und meine Zeit gehört heut dir.
Für dich lass ich die Bienen warten,
der Himmel über uns ist weit.
Wir sitzen unterm Apfelbaum
und haben endlich Zeit zu zweit.

Du kennst mein „Nur noch zehn Minuten“,
das manchmal einen Abend meint.
Du kennst die langen Honigtage,
an denen kaum noch Zeit uns bleibt.
Heut lass ich dich in Ruhe reden,
von allem, was dich grad bewegt.
Wie schön, dass zwischen uns noch immer
so viel Vertrautes weiterlebt.

Refrain

Für dich lass ich die Bienen warten,
für dich bleibt heut der Schleier hier.
Wir gehen barfuß durch den Garten,
und meine Zeit gehört heut dir.
Für dich lass ich die Bienen warten,
die ersten Sterne sind schon da.
Du legst den Kopf an meine Schulter.
Ich bleib noch sitzen.
Bleib dir nah.

gesprochen, lächelnd

„Und morgen?“
„Trinken wir erst mal Kaffee.“

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Schleier
Der Schutz vor dem Gesicht, als Hut mit Netz oder als Jacke mit angenähter Haube. Dass er an der Tür hängen bleibt, ist in diesem Lied die ganze Handlung.
Die Honigtage
Zur Erntezeit wird geschleudert, abgefüllt, gereinigt und wieder aufgesetzt, oft mehrere Tage am Stück. In diesen Wochen bleibt für anderes kaum Raum – darauf spielt die Bridge an.
Bienenstand
Der Platz, an dem die Völker stehen – ein Häuschen, ein Wagen oder ein paar Kästen auf Böcken. Für Imkerinnen und Imker ist „der Stand“ das, was für andere die Werkstatt ist.
Schwarmzeit
Die Wochen im Mai und Juni, in denen ein Volk ans Ausziehen denkt. Dann muss tatsächlich alle sieben bis neun Tage kontrolliert werden – es ist die einzige Zeit im Jahr, in der die Bienen wirklich nicht warten können.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Für dich lass ich die Bienen warten“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Ruhige Schlagerballade
Bild: KI-generiert