Aus tausend Blüten, still und sacht,
trägt sie den Glanz des Sommers ein,
und was die Sonne reif gemacht,
wird in der Wabe goldner Schein.
Honig, du Gold aus Blütenlicht,
Biene, du Hüterin der Flur!
Wo du nicht fliegst, da blüht es nicht –
dir singt die Welt, dir dankt die Natur!
Sechseckig baut sie Haus an Haus,
aus Wachs ein Dom, so fein gefügt,
und fliegt aufs Neue wieder aus,
solang der Tag im Lichte liegt.
Honig, du Gold aus Blütenlicht,
Biene, du Hüterin der Flur!
Wo du nicht fliegst, da blüht es nicht –
dir singt die Welt, dir dankt die Natur!
Von Baum zu Baum, von Feld zu Feld
trägt sie den Staub, der Leben schenkt,
und Frucht und Korn auf dieser Welt
gedeihn, weil sie an jede Blüte denkt.
So klein der Flügel, groß die Tat,
ein Tropfen nur von jedem Flug;
doch was ein Volk gesammelt hat,
ist allen Wintern süß genug.
Honig, du Gold aus Blütenlicht,
Biene, du Hüterin der Flur!
Wo du nicht fliegst, da blüht es nicht –
dir singt die Welt, dir dankt die Natur!
Gold aus Blütenlicht!