Cover zu Heast as summa?
Volksliedhaft im Dialekt, mit Harmonika, Zither und Jodler

Heast as summa?

Ein Großvater, ein Enkel und eine Wiese

KI-Musik3:39 · Album: Solang es summt · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/heast-as-summa

Ein blühender Kirschbaum war einmal so laut, dass man ihn über das Tal gehört hat. Wer heute darunter steht, hört oft nichts mehr. Genau dort setzt dieses Lied an, und es tut etwas Seltenes – es sucht die Schuld nicht bei anderen.

„Mei Großvota hot g'sogt: Wann's im Kerschbam nimma summt, dann schau da d'Wiesn an – do find'st den Grund.“ Und die Antwort kommt in der nächsten Zeile, ohne Umweg. „Mia hab'n's ned g'heart, mia hab'n's ned g'sehn, mia hab'n g'maht und g'spritzt – und san weiterg'gehn.“

Der dritte Teil dreht es ins Praktische, und zwar genau richtig. Der Bub pflanzt eine Wiese hinters Haus, mit Klee, Wegwart und Salbei – und, das ist der entscheidende Satz, „i mah' s' erst im Herbst aus“. Nicht das Säen rettet eine Blühwiese, sondern der Zeitpunkt der Mahd.

Dann ein Jodler ohne Worte, und zum Schluss stehen die zwei im Gras und horchen. „Opa – heast as?“ – „Jo. I heat's.“

Heast as summa, Bua, do drent im Kerschbam?
Des woar früher so laut, dass ma's übers Tal hot g'hört;
do san d'Wiesn voller Leb'n g'wen, voller Gaukla und Gebrumm –
und heit, wann i hinlos', is' stiller. Und i woaß ned, warum.

Mei Großvota hot g'sogt: „Wann's im Kerschbam nimma summt,
dann schau da d'Wiesn an – do find'st den Grund.“
Mia hab'n's ned g'heart, mia hab'n's ned g'sehn,
mia hab'n g'maht und g'spritzt – und san weiterg'gehn.

Refrain – die Streicher setzen leise ein

Heast as summa? Heast as nimma?
Leis, ganz leis, wia a Gebet;
heast as summa? Los a bissl –
solang's no summt, is ned z'spät.

etwas wärmer

Und da Bua sogt: „Opa, i pflanz a Wiesn hinters Haus,
mit Klee und Wegwart und Salbei, und i mah' s' erst im Herbst aus.“
Und im Summa drauf, do steh'n ma zwoa im Gras und los'n –
und es summt. Da Bua lacht.
Und i muass mi umdrahn. Und mi schnäuz'n.

Jodler ohne Worte, gesummt – Harmonika und Zither

Ho-la-di-ri-o …
Hm-hm-hm-hmmm …

Refrain – voller, dann wieder ganz leise

Heast as summa? Heast as nimma?
Leis, ganz leis, wia a Gebet;
heast as summa? Los a bissl –
solang's no summt …
is ned z'spät.

Harmonika allein, gesprochen der Bua

Opa – heast as?

der Opa

Jo.
I heat's.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Die späte Mahd
Der wirksamste Hebel überhaupt. Wird eine Wiese erst im Spätsommer oder Herbst gemäht, können die Blüten aussamen und Insekten ihren Entwicklungszyklus abschließen. Lässt man dazu Streifen ganz stehen, überwintert darin alles, was sonst mit dem Schnitt verschwindet.
Wegwart
Die Gemeine Wegwarte, auch Zichorie genannt – die blassblaue Blume an Feldrändern und Schotterwegen. Sie blüht bis in den Herbst, wenn fast nichts mehr blüht, und ist deshalb für Bienen besonders wertvoll.
Was einer Wiese fehlt
Häufig gemähte, stark gedüngte Flächen bestehen fast nur noch aus wenigen Grasarten. Es fehlt nicht an Fläche, sondern an Blüten über das ganze Jahr – vor allem im Hochsommer, wenn Raps und Obstblüte längst vorbei sind.
Pflanzenschutz in der Blüte
Für bienengefährliche Mittel gelten strenge Auflagen – sie dürfen nicht in blühende Bestände ausgebracht werden, auch nicht auf blühende Beikräuter darunter. Wer abends spritzt, wenn kein Flug mehr ist, verringert das Risiko zusätzlich.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Heast as summa?“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Volksliedhaft im Dialekt, mit Harmonika, Zither und Jodler
Bild: KI-generiert