Die Sonne wärmt das alte Holz,
am Flugloch seh ich Bienen landen.
Ich sitz auf meiner kleinen Bank,
die Stunden kommen mir abhanden.
Ein Duft nach Wachs liegt in der Luft,
der Klee blüht weiß am Gartenzaun.
Ich hab heut alles gut gemacht
und darf jetzt einfach nur noch schau'n.
Hier bei meinen Bienen
wird mir das Herz so weit.
Ich hör ihr leises Summen
und lass mir alle Zeit.
Es darf so still und einfach sein.
Hier bin ich gern.
Hier bin ich daheim.
Ich kenn die Kästen, Stück für Stück,
die kleinen Dellen, all die Farben.
Und weiß noch, wie wir letztes Jahr
den ersten Honig heimgetragen haben.
Die Hände duften noch nach Wachs,
der letzte Deckel sitzt nun wieder.
Ich streich zufrieden übers Holz,
im Apfelbaum erklingen Lieder.
Hier bei meinen Bienen
wird mir das Herz so weit.
Ich hör ihr leises Summen
und lass mir alle Zeit.
Es darf so still und einfach sein.
Hier bin ich gern.
Hier bin ich daheim.
Ein Glas voll Honig auf dem Tisch,
darin ein Sommer voller Blüten.
Und morgen bin ich wieder hier,
um dieses kleine Glück zu hüten.
Hier bei meinen Bienen
wird mir das Herz so weit.
Ich hör ihr leises Summen
und lass mir alle Zeit.
Der Abend hüllt den Garten ein.
Hier bin ich gern.
Hier bin ich daheim.
Die letzte Biene kehrt zurück,
der Himmel trägt noch etwas Licht.
Ich bleib noch einen Atemzug.
Es war ein guter Tag für mich.