Cover zu Hier bei meinen Bienen
Ruhige, warme Ballade mit Zwischenspiel

Hier bei meinen Bienen

Ein Abend auf der Bank vor den Kästen

KI-Musik3:49 · Album: Stille Stunden · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/hier-bei-meinen-bienen

Die meisten Lieder über das Imkern handeln von Arbeit – vom Schwärmen, vom Schleudern, von der Milbe. Dieses handelt von dem, was danach kommt – von der halben Stunde auf der Bank, wenn der letzte Deckel sitzt und nichts mehr zu tun ist.

Es ist eine Aufzählung lauter kleiner Dinge, und gerade darin liegt seine Genauigkeit. Die Kästen kennt man Stück für Stück, mit ihren Dellen und ihren Farben. Die Hände riechen noch nach Wachs. Am Gartenzaun blüht der Klee, im Apfelbaum singt es, und am Flugloch landen die letzten Heimkehrerinnen.

„Ich hab heut alles gut gemacht und darf jetzt einfach nur noch schau'n.“ Wer dieses Gefühl kennt, braucht keine Erklärung dazu – und wer es nicht kennt, erfährt hier ziemlich genau, warum Menschen Bienen halten.

Die Sonne wärmt das alte Holz,
am Flugloch seh ich Bienen landen.
Ich sitz auf meiner kleinen Bank,
die Stunden kommen mir abhanden.
Ein Duft nach Wachs liegt in der Luft,
der Klee blüht weiß am Gartenzaun.
Ich hab heut alles gut gemacht
und darf jetzt einfach nur noch schau'n.

Refrain

Hier bei meinen Bienen
wird mir das Herz so weit.
Ich hör ihr leises Summen
und lass mir alle Zeit.
Es darf so still und einfach sein.
Hier bin ich gern.
Hier bin ich daheim.

Ich kenn die Kästen, Stück für Stück,
die kleinen Dellen, all die Farben.
Und weiß noch, wie wir letztes Jahr
den ersten Honig heimgetragen haben.
Die Hände duften noch nach Wachs,
der letzte Deckel sitzt nun wieder.
Ich streich zufrieden übers Holz,
im Apfelbaum erklingen Lieder.

Refrain

Hier bei meinen Bienen
wird mir das Herz so weit.
Ich hör ihr leises Summen
und lass mir alle Zeit.
Es darf so still und einfach sein.
Hier bin ich gern.
Hier bin ich daheim.

Ein Glas voll Honig auf dem Tisch,
darin ein Sommer voller Blüten.
Und morgen bin ich wieder hier,
um dieses kleine Glück zu hüten.

Zwischenspiel Refrain

Hier bei meinen Bienen
wird mir das Herz so weit.
Ich hör ihr leises Summen
und lass mir alle Zeit.
Der Abend hüllt den Garten ein.
Hier bin ich gern.
Hier bin ich daheim.

leise, zum Schluss

Die letzte Biene kehrt zurück,
der Himmel trägt noch etwas Licht.
Ich bleib noch einen Atemzug.
Es war ein guter Tag für mich.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Flugloch
Der Eingang zum Bienenstock, meist ein schmaler Schlitz am unteren Rand. Wer dort sitzt und zusieht, erfährt in zehn Minuten mehr über den Zustand eines Volkes als durch jedes Öffnen.
Klee
Der Weißklee blüht den ganzen Sommer über und ist eine der verlässlichsten Trachtpflanzen überhaupt – auch dort, wo sonst nichts mehr blüht. Sein Honig ist hell und mild.
Die Farben der Kästen
Beuten werden gern unterschiedlich angestrichen, und das ist keine Spielerei. Bienen merken sich Farbe und Lage ihres Eingangs; stehen alle Kästen gleich da, verfliegen sich die Heimkehrerinnen und landen beim Nachbarvolk.
Ein Glas Honig
Für ein Kilogramm legt ein Volk zusammengerechnet rund 120.000 Kilometer zurück – dreimal um die Erde – und besucht dabei Millionen von Blüten. „Darin ein Sommer voller Blüten“ ist also keine Übertreibung.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Hier bei meinen Bienen“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Ruhige, warme Ballade mit Zwischenspiel
Bild: KI-generiert