Ich hab vom Imkern nichts verstanden,
als ich zum ersten Mal hier war.
Doch zwischen Schleier, Wachs und Waben
war eines ziemlich schnell schon klar:
Ich wollte öfter wiederkommen,
auch ohne Honig in der Hand.
Und irgendwann blieb meine Jacke
an ihrem Haken an der Wand.
Hier wohnt der Schwarm der Imkerin,
das steht seit heute an der Tür.
Ich zeig auf all die Bienenkästen,
sie lacht: „Ich red doch grad von dir!“
Hier wohnt der Schwarm der Imkerin,
ich les es zweimal, lächle still.
Es gibt so viele schöne Plätze –
doch hier ist einer, wo ich bleiben will.
Jetzt trag ich Zargen durch den Garten,
reich ihr die leeren Gläser hin.
Und wenn wir auf den Honig warten,
weiß ich, wie gern ich bei ihr bin.
Ein Tropfen Honig auf dem Ärmel,
ein zweiter landet auf dem Schuh.
Sie grinst: „Du bist schon halb ein Imker!“
Ich sag: „Den Rest lern ich dazu.“
Hier wohnt der Schwarm der Imkerin,
das steht seit heute an der Tür.
Ich zeig auf all die Bienenkästen,
sie lacht: „Ich red doch grad von dir!“
Hier wohnt der Schwarm der Imkerin,
ich les es zweimal, lächle still.
Es gibt so viele schöne Plätze –
doch hier ist einer, wo ich bleiben will.
Du musst mir eines noch versprechen:
Du schwärmst mir nicht im Mai davon!
Ich hab doch hier mein Glück gefunden.
Das weißt du doch schon längst davon.
Hier wohnt der Schwarm der Imkerin,
das kleine Schild bleibt an der Tür.
Die Jacke hängt an ihrem Haken,
und meine Schuhe stehen hier.
Hier wohnt der Schwarm der Imkerin,
sie nimmt mich lächelnd in den Arm.
Im Garten summt es aus den Kästen –
und hier im Haus wird's auch ganz warm.
„Und? Hast du Schwarmgedanken?“
er, lächelnd„Jeden Tag.
Für dich.“