Es war ein Summen in der Linde,
ein Sommertag, ich blieb steh'n,
ich hab den Bienen zugesehen
und wollt' es endlich selbst versteh'n.
Jetzt sitz ich hier im Kursraum,
den Block voll Fragen, Herz voll Mut,
Varroa, Waben, Königinnen,
noch klingt das fremd, doch es tut gut.
Und jede Stunde wird ein Schritt
zu dem, was mich schon lang begleitet.
Ich werd' Imkerin,
ich lern' das Summen zu versteh'n,
ich will mit ruhigen Händen
durch die Bienenvölker geh'n.
Ein neuer Weg, ein neuer Sinn,
mit jedem Tag ein Stück mehr drin,
ich werd' Imkerin.
Das erste Mal im Schleier,
der Rauch zieht leise übers Gras,
die Kursleiterin lächelt:
„Bleib ruhig, sie spüren, wer du bist.“
Ich heb' die Wabe in die Sonne,
tausend Flügel, warmes Gold,
und plötzlich weiß ich ganz genau,
dass ich das hier wirklich will.
Ein bisschen Angst, ein bisschen Staunen,
und ganz viel Neugier tief in mir.
Ich werd' Imkerin,
ich lern' das Summen zu versteh'n,
ich will mit ruhigen Händen
durch die Bienenvölker geh'n.
Ein neuer Weg, ein neuer Sinn,
mit jedem Tag ein Stück mehr drin,
ich werd' Imkerin.
Ich weiß, es wird auch Stiche geben,
und Winter, die mich zittern lassen,
doch wer einmal den Bienen lauscht,
der kann sie nie mehr ganz verlassen.
Ich werd' Imkerin,
ich hör' das Summen, ich versteh',
mein erstes Volk im nächsten Frühling,
wenn ich zu meinen Bienen geh'.
Ein neuer Weg, ein neuer Sinn,
das ist der Ort, wo ich hingehör',
ich werd' Imkerin.
Ich werd' Imkerin …