Cover zu Im Frühling fangen wir wieder an
Ruhige Ballade mit warmem, mehrstimmigem Refrain

Im Frühling fangen wir wieder an

Ein Lied für die Jahre, die nichts hergegeben haben

KI-Musik3:59 · Album: Stille Stunden · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/im-fruehling-fangen-wir-wieder-an

Nicht jedes Bienenjahr gibt etwas her. Ein nasser Mai, ein Spätfrost in die Blüte, ein Volk, das nicht durchkommt – und am Ende steht man vor kleinen Eimern und großer Arbeit. Dieses Lied beginnt genau dort, bei den Hoffnungen, die man wieder weggeräumt hat.

Es bleibt aber nicht dort. Es erzählt vom Deckel, den man festschraubt, vom Nachbarn, der vorbeikommt und mit anpackt, weil keiner alles allein kann, und vom Tee, der kalt wird, während man redet. Das ist der eigentliche Trost – nicht, dass das nächste Jahr besser wird, sondern dass man nicht allein dabei ist.

Und dann steht ein Krokus an der Mauer, die Sonne fällt aufs alte Brett, und die ersten Bienen fliegen. Zwei Menschen bleiben stehen und schauen zu, als hätten sie das noch nie gesehen. „Die Pläne haben morgen Ruh.“

Die Blüte nass, der Himmel grau,
der Wind war kalt, das Jahr war rau.
Wir hatten uns so viel erträumt
und manche Hoffnung weggeräumt.
Die Ernte klein, die Arbeit groß,
wir ließen manche Pläne los.
Am Abend saßen wir noch da
und dachten an das nächste Jahr.

Refrain

Im Frühling fangen wir wieder an,
mit allem, was noch werden kann.
Die alten Kästen steh'n bereit,
wir geben uns und ihnen Zeit.
Ein warmer Tag, ein erster Flug,
ein kleines Zeichen ist genug.
Wir holen tief und ruhig Luft –
der Anfang trägt den Blütenduft.

Wir schrauben einen Deckel fest,
wir richten, was sich richten lässt.
Ein Nachbar kommt und packt mit an,
weil keiner alles selber kann.
Wir reden, bis der Tee kalt ist,
und merken, was man leicht vergisst:
Bei all der Arbeit, Jahr für Jahr,
sind auch die andern für uns da.

Refrain

Im Frühling fangen wir wieder an,
mit allem, was noch werden kann.
Die alten Kästen steh'n bereit,
wir geben uns und ihnen Zeit.
Ein warmer Tag, ein erster Flug,
ein kleines Zeichen ist genug.
Wir holen tief und ruhig Luft –
der Anfang trägt den Blütenduft.

leise

Dann steht ein Krokus an der Mauer,
die Sonne fällt aufs alte Brett.
Wir schauen auf die ersten Bienen,
als hätten wir sie neu entdeckt.
Du zeigst auf Pollen an den Beinen,
ich nicke dir nur lächelnd zu.
Wir bleiben eine Weile stehen.
Die Pläne haben morgen Ruh.

Refrain – voll, in warmer Mehrstimmigkeit

Im Frühling fangen wir wieder an,
mit allem, was noch werden kann.
Die alten Kästen steh'n bereit,
wir geben uns und ihnen Zeit.
Ein warmer Tag, ein erster Flug,
ein kleines Zeichen ist genug.
Und was das Jahr auch bringen mag:
Wir gehen weiter, Tag für Tag.

leise, zum Schluss

Du reichst mir eine Wabe an.
Wir schauen sie gemeinsam an.
Ein leises Summen zieht durchs Land.
Wir stehen wieder hier am Stand.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Bienenstand
Der Platz, an dem die Völker stehen – ein Häuschen, ein Wagen oder einfach ein paar Kästen auf Böcken am Waldrand. „Am Stand“ ist für Imkerinnen und Imker das, was für andere die Werkstatt ist.
Trachtjahr
Was ein Volk eintragen kann, hängt ganz vom Wetter zur Blütezeit ab. Zwischen einem guten und einem schlechten Jahr liegt leicht das Dreifache – und beeinflussen lässt sich daran fast nichts.
Krokus
Eine der ersten Blüten überhaupt und oft die erste Pollenquelle des Jahres. Wenn die Bienen am Krokus hängen, hat das Volk den Winter geschafft.
Höschen
Der Pollen, den die Sammlerin an den Hinterbeinen heimträgt – im Lied „Pollen an den Beinen“. Seine Farbe verrät, welche Pflanze gerade blüht.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Im Frühling fangen wir wieder an“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Ruhige Ballade mit warmem, mehrstimmigem Refrain
Bild: KI-generiert