In der Früh, wenn die Sonne aufgeht,
und der Tau noch im Gras drin steht,
geh ich los, ganz still, mit dem Smoker in der Hand,
zu meinen Völkern am Waldesrand.
Ein Summen liegt in der Luft,
Honig, Wachs und Lindenduft –
und ich weiß, was mich heut erwartet:
ein Tag, wie er schöner nicht startet.
Imkern macht glücklich – das weiß ich seit Jahr'n,
Imkern macht glücklich – das ist wahr.
Tausend Flügel, ein Gesang,
und mein Herz summt im Gleichklang.
Imkern macht glücklich – und bleibt es ein Leben lang.
Die Königin, die geht ihre Runde,
die Drohnen schlafen die halbe Stunde,
die Arbeiterinnen fliegen aus und ein,
und ich schau nur zu – und bin ganz allein.
Und doch nicht. Denn ich gehör dazu,
zu diesem Takt, zu dieser Ruh.
Was mich sticht, das heilt von selbst,
was mich trägt, ist das, was zählt.
Imkern macht glücklich – das weiß ich seit Jahr'n,
Imkern macht glücklich – das ist wahr.
Tausend Flügel, ein Gesang,
und mein Herz summt im Gleichklang.
Imkern macht glücklich – und bleibt es ein Leben lang.
Frühling – Schwarmzeit, Herz schlägt schnell,
Sommer – Schleudern, Honig hell,
Herbst – die Zargen, gut verpackt,
Winter – Stille, Volk im Takt.
Und im nächsten Jahr geht's wieder los,
mit einem Lächeln, still und groß.
Imkern macht glücklich – das weiß ich seit Jahr'n,
Imkern macht glücklich – das ist wahr.
Tausend Flügel, ein Gesang,
und mein Herz summt im Gleichklang.
Imkern macht glücklich – und bleibt es ein Leben lang.
Summ … summ … summ …
Imkern macht glücklich – ein Leben lang.