Cover zu Komm, ich zeig dir meine Bienen
Ruhiges Duett einer älteren und einer jungen Stimme mit warmem Refrain

Komm, ich zeig dir meine Bienen

Ein Duett für eine ältere und eine junge Stimme

KI-Musik4:17 · Album: Für die Kleinen · veröffentlicht am 8. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/komm-ich-zeig-dir-meine-bienen

Dieses Lied hat zwei Stimmen, und beide haben recht. Die ältere steht am Zaun und hat Zeit; das Kind hat die Fragen. „Was trägt die Biene da am Bein?“ und „Wie findet sie nach Hause rein?“ sind keine erfundenen Kinderfragen – das sind genau die zwei, die am Bienenstand als Erstes kommen.

Erzählt wird ein einziger Vormittag, und man sieht ihm beim Kippen zu. Erst wird gezeigt, dann wird die erste Wabe gehalten – sacht, mit beiden Händen – und dann kommt der Satz, auf den alles hinausläuft: „Jetzt kannst du's selbst. Ich bin ja hier.“ Loslassen und danebenbleiben, beides gleichzeitig.

In der Bridge dreht das Lied die Zeit um. Die Ältere war selbst einmal das fragende Kind und bleibt bis heute manchmal staunend stehen; das Kind sieht sich schon am eigenen Gartentor stehen, mit zwei Schleiern, die bereitliegen. Deshalb endet es nicht mit einem Abschied, sondern mit „Deinen Schleier lass nur hier“ – morgen geht es weiter.

die ältere Stimme

Du stehst am Zaun im Morgenlicht,
die Neugier mitten im Gesicht.
Zwei Schleier liegen schon bereit,
für deine Fragen hab ich Zeit.
Wir gehen langsam durch den Klee,
ich zeig dir alles, was ich seh.
Du hörst das Summen, bleibst kurz steh'n:
„Darf ich die auch von nahem seh'n?“

Refrain – beide Stimmen

Komm, ich zeig dir meine Bienen,
komm, wir schauen ihnen zu.
Ich erzähl dir, was ich weiß,
und ich lern von dir dazu.
Was wir lieben, was wir lernen,
geben wir ein Stückchen weiter.
Und mit jedem neuen Fragen
wird die kleine Welt noch weiter.

das Kind

Was trägt die Biene da am Bein?
Wie findet sie nach Hause rein?
Ich frage, bis der Tag vergeht,
wie diese kleine Welt entsteht.
Die erste Wabe halt ich sacht,
du hast mir richtig Mut gemacht.
Du lässt sie los, bleibst neben mir.
„Jetzt kannst du's selbst. Ich bin ja hier.“

Refrain – beide Stimmen

Komm, ich zeig dir meine Bienen,
komm, wir schauen ihnen zu.
Ich erzähl dir, was ich weiß,
und ich lern von dir dazu.
Was wir lieben, was wir lernen,
geben wir ein Stückchen weiter.
Und mit jedem neuen Fragen
wird die kleine Welt noch weiter.

die ältere Stimme

Ich hab als Kind wie du gefragt,
hab manches erst beim Tun gewagt.
Noch heute bleib ich manchmal steh'n,
weil Bienen neue Wege geh'n.

das Kind

Und irgendwann steh ich mal hier,
ein Kind am Gartentor vor mir.
Zwei Schleier liegen schon bereit.
Ich lächle: „Ja, ich hab heut Zeit.“

Refrain – beide Stimmen

Komm, ich zeig dir meine Bienen,
komm, wir schauen ihnen zu.
Ich erzähl dir, was ich weiß,
und ich lern von dir dazu.
Was wir lieben, was wir lernen,
geben wir ein Stückchen weiter.
Und aus einem Tag am Bienenstand
wird ein Freund fürs Leben mehr.

leise, zum Schluss – das Kind

„Darf ich morgen wiederkommen?“

die ältere Stimme

„Deinen Schleier lass nur hier.“

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Schleier
Der Hut mit dem feinen Netz vor dem Gesicht. Am Bienenstand bekommt jeder einen, auch Besuch – deshalb liegen im Lied immer zwei bereit.
Höschen
Die Antwort auf die Frage, was die Biene am Bein trägt. Sie presst den gesammelten Blütenstaub an den Hinterbeinen zu zwei Klümpchen zusammen. An der Farbe lässt sich ablesen, welche Pflanze gerade blüht – von leuchtend Gelb bis fast Schwarz.
Heimfinden
Bienen merken sich den Sonnenstand und Landmarken wie Bäume oder Zäune, und am Ziel erkennen sie ihr eigenes Volk am Geruch. Stellt man einen Kasten ein paar Meter weiter, fliegen sie zuerst zum alten Platz.
Wabe
Die Sechseckzellen aus Wachs, in denen Brut und Vorrat sitzen. Eine volle Wabe ist schwerer, als Kinder erwarten – darum hält man sie mit beiden Händen und immer über dem Kasten.
Klee
Eine der wichtigsten Trachtpflanzen auf der Wiese. Wo Klee blüht, summt es – und wer langsam hindurchgeht, stört die Sammlerinnen nicht.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Komm, ich zeig dir meine Bienen“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Ruhiges Duett einer älteren und einer jungen Stimme mit warmem Refrain
Bild: KI-generiert