Der Garten ist weiß und der Atem steht,
kein Flügel, kein Flug, kein einziger Ton.
Du sagst, da ist nichts, wenn der Winter so geht.
Ich sag, komm mal her, ich zeig dir das schon.
Leg dein Ohr an den Kasten
und halt mal die Luft an.
Da drinnen ist Leben, ganz leise, ganz dicht.
Die halten sich warm, eine an der andern,
die reden nicht viel, die verlassen sich nicht.
Leg dein Ohr an den Kasten,
dann weißt du, was ich mein.
Wir zwei haben auch schon so Winter gehabt,
da war nichts zu holen, da war nichts zu tun.
Da hat keiner Recht und hat keiner gesagt,
was längst nicht mehr half – wir ließen es ruhn.
Leg dein Ohr an den Kasten
und halt mal die Luft an.
Da drinnen ist Leben, ganz leise, ganz dicht.
Die halten sich warm, eine an der andern,
die reden nicht viel, die verlassen sich nicht.
Leg dein Ohr an den Kasten,
dann weißt du, was ich mein.
Und die außen am Rand, die rücken nach innen,
und die innen im Warmen, die rücken hinaus.
So kommt jede dran, so kann keine erfrieren.
So einfach ist das, so hält man es aus.
Leg dein Ohr an den Kasten
und dann leg's an mich.
Da drinnen ist Leben, ganz leise, ganz dicht.
Im Frühjahr, da fliegen wir wieder, wir beiden.
Bis dahin, mein Herz, verlassen wir uns nicht.