Cover zu Mit 66 Jahren werd' ich Imker
Schlager mit Flügel, großer Band und Tonartwechsel vor dem Schluss

Mit 66 Jahren werd' ich Imker

Vierzig Jahre Büro, und dann fängt etwas Neues an

KI-Musik3:55 · Album: Pop im Bienenhaus · veröffentlicht am 9. Oktober 2026

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Die Vorlage gibt die Haltung vor, und das Lied bleibt ihr treu – es geht nicht ums Aufhören, sondern ums Anfangen. Vierzig Jahre Büro liegen hinter ihm, die Kinder raten zum Halblangmachen, und er antwortet mit dem Satz, der jeden Einwand erledigt: Der Imkerkurs ist gebucht, im Mai geht es los.

Die zweite Strophe hat die beste Pointe des Stücks, und sie ist noch dazu sachlich richtig. Als seine Frau fragt, ob fünfzigtausend Frauen jetzt nötig seien, antwortet er, die blieben sechs Wochen, sie ein Leben lang – und tatsächlich lebt eine Sommerbiene nur etwa vier bis sechs Wochen.

In der Bridge fällt die Band weg, und für vier Zeilen hört der Schlager auf, Schlager zu sein. „Ich hab' so lang nur funktioniert, gerechnet, verwaltet, entschieden; jetzt steh' ich da, ganz ungeniert – und die Bienen bringen mir Frieden.“ Danach darf der Tonartwechsel kommen, und das Publikum singt mit.

Ich hab' vierzig Jahr' im Büro verbracht,
mit Akten, Meetings, Excel-Tabellen;
jetzt hab' ich endlich frei gemacht
und will mich in die Sonne stellen.
Die Kinder sagen: „Papa, mach mal halblang,
du bist doch nicht mehr zwanzig Jahr'!“
Ich sag: „Ich hab' den Imkerkurs gebucht –
und nächsten Mai, da fang' ich an. Na klar!“

Refrain – volle Band, das Publikum klatscht

Mit sechsundsechzig Jahren werd' ich Imker,
mit Schleier, Rauch und Hut – und mittendrin!
Mit sechsundsechzig Jahren werd' ich Imker,
weil ich noch lange nicht zu Ende bin!

Ich lern', die Königin zu finden,
ich lern', wie man ein Rähmchen drahtet,
ich lern', mit Ruhe Stiche zu verwinden –
und dass man auf den Honig wartet.
Meine Frau sagt: „Fünfzigtausend Frauen –
und ich bin dir nicht mehr genug?“
Ich sag: „Mein Schatz, du kannst mir trauen –
die bleiben sechs Wochen. Du ein Leben lang.“

Refrain

Mit sechsundsechzig Jahren werd' ich Imker,
mit Schleier, Rauch und Hut – und mittendrin!
Mit sechsundsechzig Jahren werd' ich Imker,
weil ich noch lange nicht zu Ende bin!

nur Flügel, leise und ehrlich

Ich hab' so lang nur funktioniert,
gerechnet, verwaltet, entschieden;
jetzt steh' ich da, ganz ungeniert –
und die Bienen bringen mir Frieden.

Tonartwechsel Refrain – alles, groß, das Publikum singt mit

Mit sechsundsechzig Jahren werd' ich Imker,
mit Schleier, Rauch und Hut – und mittendrin!
Mit sechsundsechzig Jahren werd' ich Imker,
weil ich noch lange nicht zu Ende bin!
Nein, ich bin noch lange nicht zu Ende –
ich fang' grad an!

Applaus gesprochen, über Applaus und Flügel

Danke! Danke!
Und die Zugabe gibt's …
im weißen Imkeranzug!

Flügel, Schlussakkord, Jubel

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Rähmchen drahten
Eine der ersten Arbeiten, die man im Kurs lernt. In den Holzrahmen, der später die Wabe trägt, wird dünner Draht gespannt und eine Wachsplatte daran eingelötet. Erst dieses Gerüst macht die Wabe stabil genug zum Schleudern.
Die Königin finden
Auf einer Wabe mit mehreren tausend Bienen die eine zu entdecken, ist Übungssache – sie ist länger, bewegt sich ruhiger und wird von einem Kreis aus Arbeiterinnen begleitet. Viele Imker zeichnen sie deshalb mit einem Farbpunkt.
Sechs Wochen
Die Pointe stimmt. Eine im Sommer geschlüpfte Arbeiterin lebt nur etwa vier bis sechs Wochen und arbeitet sich dabei vom Putzen über das Füttern und Bauen bis zum Sammeln vor. Nur die Winterbienen werden mehrere Monate alt.
Stiche
Dass man lernt, sie zu verwinden, stimmt für viele – die Schwellung fällt mit der Zeit oft schwächer aus. Verlassen sollte man sich darauf nicht, denn eine Allergie kann auch neu entstehen. Wer nach einem Stich Atemnot oder Hautausschlag bekommt, gehört zum Arzt, nicht an den Stand.
Später Anfang
Imkern lässt sich in jedem Alter beginnen, und viele fangen erst nach dem Beruf damit an. Zu bedenken ist allein das Gewicht – eine volle Honigzarge wiegt gut zwanzig Kilo. Flachzargen, ein Hochstand oder Hilfe beim Ernten lösen das Problem.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Mit 66 Jahren werd' ich Imker“ von Herbert Vitzthum, frei nach Udo Jürgens – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum, frei nach Udo Jürgens (1934–2014), Mit 66 Jahren (1977)
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Schlager mit Flügel, großer Band und Tonartwechsel vor dem Schluss
Bild: KI-generiert