Cover zu Mit Honig an den Händen
Sommerlied für zwei Frauenstimmen, mit Klavier, Bass und Bläsersolo

Mit Honig an den Händen

Ein Tag im Schleuderraum, zu zweit und mit offener Tür

KI-Musik3:27 · Album: Lieder für Imkerinnen · veröffentlicht am 10. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/mit-honig-an-den-haenden

Der Schleudertag ist der lauteste und klebrigste Tag des Jahres, und dieses Lied feiert genau das. Die Tür steht offen, seit dem frühen Morgen hat niemand auf die Uhr gesehen, und die Schleuder gibt den Takt vor, gegen den das Radio keine Chance hat. „Du singst die zweite Stimme drüber, ich fall beim Refrain mit ein.“

Es wird dabei nicht verschwiegen, was im Jahr davor lag. „Wir kennen auch die schweren Zargen, die Zweifel und den Wetterfrust. Den Schwarm, der oben in der Krone von unsern Plänen nichts gewusst.“ Dass die Ernte die Belohnung für alles davor ist, sagt das Lied nicht – es zeigt nur beides nebeneinander.

Und dann die Szene, die den Tag zusammenfasst. Sie sitzen auf der Stufe, ein Brot geht durch die Reihe, die Erste kostet und schließt die Augen. „So muss Sommer sein.“ Der letzte gesprochene Satz ist eine Bitte um das Stück mit dem Honig drauf.

Die Sonne steht am Schleuderraum,
die Tür ist offen angelehnt.
Wir haben seit dem frühen Morgen
kaum einmal auf die Uhr geseh'n.

Du hältst die Wabe gegen's Fenster:
„Schau dir mal diese Farbe an!“
Dann läuft das Gold durchs feine Sieb,
und eine fängt zu singen an.

Das Radio kommt kaum noch durch,
die Schleuder gibt den Rhythmus vor.
Du singst die zweite Stimme drüber,
ich fall beim Refrain mit ein.

Refrain

Mit Honig an den Händen
und einem Lachen im Gesicht,
so stehen wir am Ende
von Tagen voller Sommerlicht.
Wir stoßen mit den Kaffeetassen an,
auf alles, was uns heut gelang.
Mit Honig an den Händen –
und morgen fangen wir wieder an.

Wir kennen auch die schweren Zargen,
die Zweifel und den Wetterfrust.
Den Schwarm, der oben in der Krone
von unsern Plänen nichts gewusst.

Jetzt stehen Gläser auf den Tischen,
wir schreiben unsern Namen drauf.
Ein Klecks am Ärmel, Wachs im Haar –
so seh'n wir nach der Ernte aus.

Refrain

Mit Honig an den Händen
und einem Lachen im Gesicht,
so stehen wir am Ende
von Tagen voller Sommerlicht.
Wir stoßen mit den Kaffeetassen an,
auf alles, was uns heut gelang.
Mit Honig an den Händen –
und morgen fangen wir wieder an.

Zwischenspiel – beschwingtes Klavier, Bass, kurzes Bläsersolo

Später sitzen wir auf der Stufe,
das Brot geht einmal durch die Reih'n.
Die erste kostet, schließt die Augen.
Wir lachen: „So muss Sommer sein!“

Refrain

Mit Honig an den Händen
und einem Lachen im Gesicht,
so stehen wir am Ende
von Tagen voller Sommerlicht.
Wir stoßen mit den Kaffeetassen an,
auf uns und diesen Neuanfang.
Mit Honig an den Händen –
und Bienenfreude ein Leben lang.

zum Schluss, gesprochen

Lass mir noch ein Stück vom Brot.
Ja, genau das mit dem Honig.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Reifeprüfung
Die Wabe gegen das Fenster zu halten, ist kein Schauen, sondern Prüfen. Geerntet wird erst, wenn die Zellen zu großen Teilen mit Wachs verdeckelt sind – dann hat das Volk den Nektar fertig eingedickt. Unreifer Honig hat zu viel Wasser und beginnt im Glas zu gären.
Schleuderraum
Honig ist ein Lebensmittel, und der Raum, in dem geerntet wird, muss sauber, abwaschbar und frei von Fremdgerüchen sein. Viele Vereine haben deshalb einen gemeinsamen Schleuderraum, den die Mitglieder tageweise nutzen.
Sieben
Nach dem Schleudern läuft der Honig durch ein grobes und ein feines Sieb, das Wachsteilchen und Zellreste zurückhält. Danach steht er einige Tage im Eimer, damit die eingerührte Luft als Schaum aufsteigt und abgeschöpft werden kann.
Schwarmkontrolle
Der Schwarm in der Baumkrone ist die Niederlage, die jede kennt. Von Mai bis Juni wird alle sieben bis neun Tage nachgesehen, ob das Volk Weiselzellen anlegt – wer einen Durchgang auslässt, kann genau in dieser Lücke das halbe Volk verlieren.
Namen auf dem Glas
Der eigene Name gehört aufs Etikett, und zwar nicht aus Stolz. Honig ist ein Lebensmittel, und wer ihn abgibt, muss mit Name und Anschrift dafür geradestehen – zusammen mit Sorte, Gewicht und Mindesthaltbarkeitsdatum.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Mit Honig an den Händen“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Sommerlied für zwei Frauenstimmen, mit Klavier, Bass und Bläsersolo
Bild: KI-generiert