Die Sonne steht am Schleuderraum,
die Tür ist offen angelehnt.
Wir haben seit dem frühen Morgen
kaum einmal auf die Uhr geseh'n.
Du hältst die Wabe gegen's Fenster:
„Schau dir mal diese Farbe an!“
Dann läuft das Gold durchs feine Sieb,
und eine fängt zu singen an.
Das Radio kommt kaum noch durch,
die Schleuder gibt den Rhythmus vor.
Du singst die zweite Stimme drüber,
ich fall beim Refrain mit ein.
Mit Honig an den Händen
und einem Lachen im Gesicht,
so stehen wir am Ende
von Tagen voller Sommerlicht.
Wir stoßen mit den Kaffeetassen an,
auf alles, was uns heut gelang.
Mit Honig an den Händen –
und morgen fangen wir wieder an.
Wir kennen auch die schweren Zargen,
die Zweifel und den Wetterfrust.
Den Schwarm, der oben in der Krone
von unsern Plänen nichts gewusst.
Jetzt stehen Gläser auf den Tischen,
wir schreiben unsern Namen drauf.
Ein Klecks am Ärmel, Wachs im Haar –
so seh'n wir nach der Ernte aus.
Mit Honig an den Händen
und einem Lachen im Gesicht,
so stehen wir am Ende
von Tagen voller Sommerlicht.
Wir stoßen mit den Kaffeetassen an,
auf alles, was uns heut gelang.
Mit Honig an den Händen –
und morgen fangen wir wieder an.
Später sitzen wir auf der Stufe,
das Brot geht einmal durch die Reih'n.
Die erste kostet, schließt die Augen.
Wir lachen: „So muss Sommer sein!“
Mit Honig an den Händen
und einem Lachen im Gesicht,
so stehen wir am Ende
von Tagen voller Sommerlicht.
Wir stoßen mit den Kaffeetassen an,
auf uns und diesen Neuanfang.
Mit Honig an den Händen –
und Bienenfreude ein Leben lang.
Lass mir noch ein Stück vom Brot.
Ja, genau das mit dem Honig.