Auf weiten Hügeln, wenn die Sonne glüht,
wenn Lindenduft im warmen Winde liegt,
trittst du ins Licht, du kleine Königin –
und alle Welt hält an, bevor du fliegst.
Nie sahst du Himmel, nie das helle Licht,
du lebtest tief im warmen Wabenhaus –
doch heut' ist Tag, und heute zögerst du nicht,
du breitest deine Flügel weit hinaus.
Nur ein einzig Mal,
nur ein einzig Mal im Leben
fliegst du in das Licht,
höher als die Lerchen schweben.
Nur ein einzig Mal –
und du trägst den Himmel in dir
für tausend neue Leben,
und jedes stammt von dir.
Ich fliege hoch, weit über Feld und Wald,
dorthin, wo tausend Herzen auf mich warten;
ein Augenblick – dann kehr' ich heim, und bald
verlass' ich nie mehr meinen Wabengarten.
Flieg, Königin!
die KöniginIch flieg', ich flieg'!
beideDer Himmel dein, der Himmel mein,
für einen Augenblick –
und für immer.
Nur ein einzig Mal,
nur ein einzig Mal im Leben
fliegst du in das Licht,
höher als die Lerchen schweben.
Nur ein einzig Mal –
und du trägst den Himmel in dir …
Vo-le-rò!
Klavier allein, der Tenor fast geflüstertNur ein einzig Mal …