Cover zu Nur mal kurz zu meinen Bienen
Humoristisches Lied mit Sprechteilen

Nur mal kurz zu meinen Bienen

Zehn Minuten. Höchstens!

KI-Musik3:22 · Album: Zum Schmunzeln · veröffentlicht am 9. Oktober 2026

Direkter Link zu diesem Lied: imkerlieder.at/lieder/nur-mal-kurz-zu-meinen-bienen

Dieses Lied kennt jeder Haushalt, in dem jemand imkert. Es beginnt mit dem Satz, der nie stimmt – „Ich geh nur kurz zu meinen Bienen. Zehn Minuten. Höchstens!“ – und endet damit, dass aus dem Garten gerufen wird, ob man dieses Jahr noch zurückkommt.

Dazwischen liegt alles, was man kennt. Der Stockmeißel, den man seit zehn Minuten in der Hand hält und trotzdem sucht. Der gründlich durchdachte Plan, zu dem die Bienen nicht befragt wurden. Und die Arithmetik des Hobbys – angefangen hat es mit zwei Völkern, die in den Garten passen, inzwischen stehen zwölf da, „die haben sich wohl selbst gemacht“. Was so falsch nicht ist, denn vermehren können sich Völker tatsächlich von allein.

Am schönsten ist der dritte Vers, in dem die eigene Behauptung sofort auf die Probe gestellt wird. Kaum ist gesagt, wie friedlich die Bienen sind, sitzt eine auf der Nase – und der Imker steht ganz still und redet freundlich mit ihr. Dass das Lied dann in der Bridge beim Rechnen landet und das Lächeln langsam sinkt, gehört zur Wahrheit dazu.

gesprochen

„Ich geh nur kurz zu meinen Bienen.
Zehn Minuten.
Höchstens!“

Der Smoker raucht, der Schleier sitzt,
ich hab schon vor dem Start geschwitzt.
Den Stockmeißel such ich am Stand –
seit zehn Minuten in der Hand.
Ich hab mir einen Plan gemacht,
hab alles gründlich durchgedacht.
Die Bienen waren nicht dabei.
Sie finden meinen Plan: „Naja …“

Refrain

Nur mal kurz zu meinen Bienen,
nur mal eben nach ihnen seh'n!
Warum steht der Mond am Himmel?
Ich wollt doch gleich wieder geh'n!
Nur noch diese eine Wabe,
nur noch diesen einen Blick!
Meine Bienen machen Feierabend –
ich bin noch nicht so weit mit Glück!

gesprochen

„Also … zehn Minuten noch!“

Zwei Völker sollten's anfangs sein,
das passt noch in den Garten rein.
Jetzt steh'n da zwölf, ich sag ganz sacht:
„Die haben sich wohl selbst gemacht!“
Im Keller türmen sich die Zargen,
kein Platz mehr für den Kinderwagen.
Das Auto steht schon auf der Gass' –
im Carport wohnt der Honigspaß!

Refrain

Nur mal kurz zu meinen Bienen,
nur mal eben nach ihnen seh'n!
Warum steht der Mond am Himmel?
Ich wollt doch gleich wieder geh'n!
Nur noch diese eine Wabe,
nur noch diesen einen Blick!
Und schon ruft es aus dem Garten:
„Kommst du dieses Jahr zurück?“

Ich sag: „Die Bienen kenn ich gut,
die sind ganz friedlich, voller Mut.“
Da landet eine auf der Nas' –
ich steh ganz still. Sie hat wohl Spaß.
Ich spreche sanft: „Du liebe Maus,
flieg bitte aus dem Schleier raus!“
Sie summt mir etwas in das Ohr.
So nah kam selten ein Gesprächspartner vor.

Ich rechne aus, was Honig bringt,
wobei mein Lächeln langsam sinkt.
Mit Schleuder, Wachs und allem Drum
kost' jedes Glas ein kleines Vermög'n.

Für alle, die (noch) keine Bienen halten

Stockmeißel
Das meistgebrauchte Werkzeug der Imkerei – ein flaches Eisen zum Lösen der Rähmchen und Zargen, die von den Bienen mit Kittharz verklebt werden. Dass man ihn ständig sucht, ist ein eigener Berufszweig des Humors.
Zargen
Die stapelbaren Kisten, aus denen ein moderner Bienenstock besteht. Je Volk kommen über das Jahr mehrere dazu, und weil sie im Winter leer herumstehen, füllen sie zuverlässig Keller, Garage und Carport.
Völkervermehrung
Dass aus zwei Völkern zwölf werden, geht schneller als gedacht. Ein Volk kann im Frühjahr schwärmen und sich damit selbst teilen, und wer das verhindern will, bildet Ableger – auch das ergibt neue Völker. Weniger werden sie jedenfalls selten.
Honigschleuder
Die Trommel, in der die Waben ausgeschleudert werden. Sie ist die teuerste Anschaffung der kleinen Imkerei und läuft dafür an wenigen Tagen im Jahr – viele Vereine haben deshalb eine zum Ausleihen.
Was Honig kostet
Rechnet man Beuten, Rähmchen, Mittelwände, Gläser, Schleuder und Behandlungsmittel zusammen und teilt durch die geernteten Gläser, kommt in den ersten Jahren ein stattlicher Preis heraus. Deshalb sinkt in der Bridge das Lächeln – Imkern ist ein Hobby, kein Geschäft.

Frei für alle Imkerinnen und Imker

Dieses Lied darf frei verwendet werden – für den Vereinsabend, die Jahreshauptversammlung, den Honigstand, die Vereinshomepage oder einfach zum Weiterschicken. Kopieren, vorspielen, bearbeiten, auch kommerziell: alles erlaubt unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Einzige Bedingung ist die Nennung:

„Nur mal kurz zu meinen Bienen“ von Herbert Vitzthum – CC BY 4.0

Text und Idee: Herbert Vitzthum
Musik und Gesang: KIvon Herbert Vitzthum mit künstlicher Intelligenz erzeugt (Mureka), im Stil: Humoristisches Lied mit Sprechteilen
Bild: KI-generiert